Helga Litzau wurde ausgezeichnet

Wenn Helga Litzau mal in Fahrt ist, dann lässt sie sich von kaum einer guten Tat mehr abhalten. Unter anderem ihrem Engagement und Durchhaltewillen haben viele Menschen die AWO-Kleiderkammer zu verdanken.

Seit vielen Jahren können sich im Alten Amtsgericht Bedürftige mit guten, gebrauchten Kleidungsstücken eindecken, von einer kleinen Zwangspause im vergangenen Jahr mal abgesehen. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung im Kolpinghaus sagten der AWO-Ortsverein Attendorn und der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt mit einer goldenen Ehrennadel und einer Urkunde für ein halbes Jahrhundert engagiertes, ehrenamtliches Wirken im Dienste der Menschen: "Danke Helga!"

Um ihr persönlich die Hand zu schütteln, reiste der Kreisvorsitzende Peter Eberlein eigens aus Siegen an. Die Rückschau fällt für die Jubilarin selbst rundheraus positiv aus, auch wenn ihr Herzenswunsch, eigene Räumlichkeiten für die Kleiderkammer im Zentrum der Hansestadt, bis heute unerschwinglich blieb. "Angefangen hat alles im Alten Amtsgericht, wo wir bald wieder starten. Das ist ein gutes Omen!" Zur Zeit mühen sich dort noch die ehrenamtlichen Helfer, den kleinen Raum ansprechend herzurichten.

"Ich könnte ein dickes Buch schreiben!"

Die Wiedereröffnung ihres Herzensprojekt in diesem Jahr begleiten zu können, ist wohl der schönste Lohn für viele erlebnisreiche AWO-Jahre, die Helga Litzau dankbar und fröhlich vor den Mitgliedern resümierte: "Ich könnte ein dickes Buch schreiben!"

Auch an Gründung und Aufbau des Ortsverein hat Helga Litzau einen Anteil. Dass daraus eine lebendige, sozial engagierte Gemeinschaft mit aktuell 99 Mitgliedern erwachsen ist, untermauerte der Jahresbericht des Vorsitzenden Gerhard Jahn. Mit einem Waffelstand sammelte der Ortsverein rund 800 Euro für bedürftige Kinder der Region. "Und das wollen wir auch in diesem Jahr wieder tun", betonte Jahn.

Als Aushängeschild für die eigene Arbeit würdigte Jahn auch die Ausstellung anlässlich des 90-jährigen Bestehens der Arbeiterwohlfahrt im Attendorner Rathaus (April 2009). Darüber hinaus stellte sein Team einige Feste und Fahrten auf die Beine, die Jahn den anwesenden Mitgliedern in Erinnerung rief: So tourten die Mitglieder zum Pricklingshof und an den Halterner Stausee, trafen sich zu einem geselligen Seniorennachmittag im zentral gelegenen SPD-Haus, erkundeten Xanten oder auch den Weihnachtsmarkt in Essen.

Geht es nach den Mitgliedern, so sollen ähnliche Aktivitäten auch 2010 das Vereinsgeschehen beleben. Dass es im Hinblick auf die Altersstruktur durchaus Ziele in der näheren Umgebung, wie ein Ausflug zum Stünzel oder dem Forsthaus Hohenroth am Rothaarsteig, sein dürfen, zeigten die vielen Wortmeldungen im Kolpinhaus. "Das Thema wird im Vorstand nochmals neu aufgerollt", versprach Vize Frank Laumann.

Die Entscheidung für eine neue Satzung fiel dagegen schnell und einstimmig. "Damit", so erläuterte Corinna Schleifenbaum als die zuständige Mitarbeiterin der AWO, "ist auch das rechtliche Fundament der Arbeit in Attendorn auf dem neusten Stand."

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