Idylle pur und unzählige Kühe

Keseberg aus der Luft: Die idyllische Lage inmitten grüner Wiesen und Felder ist bestens zu erkennen. Foto: Gerhard Launer

"Keseberg? Das ist doch ein Familienname, oder?" So mag man reagieren, wenn man nach dem Begriff Keseberg gefragt wird. Letztendlich stammen wohl auch alle Familien, die im Bereich Attendorn und Neu-Listernohl leben, aus dem kleinen Dorf unterhalb von Windhausen.

Der Ort Keseberg war seit jeher mit dem Dorf Windhausen eng verbunden, besonders über das allgemeine Vereinsleben, die Kirche, Schule, den Schützenverein, Gesangsverein, die Feuerwehr und den Sportverein.

Die Kinder aus Keseberg besuchten seit 1819 bis 1968 die Volksschule in Windhausen. Der aus dieser Zeit stammende Schulweg von Keseberg nach Windhausen wurde als Schulpfad (=Schulweg) bezeichnet.

Eine Besonderheit des kleines Orts ist die Tatsache, dass die Wasserversorgung über den Wasserbeschaffungsverband Windhausen sichergestellt wird.

Eines der Häuser in Keseberg ist das Haus "Backesheller", das 1888 erbaut worden ist. 1975 wurde dort ein Unternehmen gegründet, das sich bis heute mit der Herstellung und dem Vertrieb von Kunststoff und Metallwaren, insbesondere Bier- und Zapfzubehör, beschäftigt.

Bereits 1854 wurde das Haus "Schrieners" gebaut. Der heutige Hof Kaiser ist ein Vollerwerbsbetrieb mit Milchviehbetrieb und eigener Nachzucht. Ein paar wenige Wohnhäuser komplettieren den überschaubaren und idyllischen Ort Keseberg.

Nach einer Volkszählung im Jahr 1910 wurde festgestellt, dass in Keseberg 41 Menschen leben, im nahegelegenen Windhausen 241.

Nach heutigem Stand gibt es noch 33 "Keseberger", 17 Männer und 16 Frauen. Gleichzeitig hat sich die Bewohnerzahl in Windhausen sehr positiv entwickelt und ist auf 651 angestiegen.

Besonders schön an Keseberg ist die ausgesprochen ländliche Lage. Hoch oben auf einem der höchsten Berge der Region liegt es leicht abseits einer großen Straße und ist von Wiesen, Wäldern und unzähligen Kühen umgeben. Trotzdem ist man schnell in der nahegelegenen Stadt Attendorn. und auch die Nähe zu Plettenberg ist gegeben. 1925 wurde hier bereits eine Busverbindung eingerichtet, so dass beide Städte schon lange von Windhausen oder Keseberg aus zu erreichen sind.

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