Raum für die Zünfte und Bruderschaften der Hansestadt

Ina Scharrenbach übergibt 520.000-Euro-Förderung für den Bau eines Gildehauses in Attendorn

Förderbescheid Gildehaus Attendorn Ina Scharrenbach
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Attendorns Historie lebt im Gildehaus weiter und lässt die alte Stadt neu aufblühen. Christian Pospischil, Sascha Koch, Markus Harnischmacher, Ina Scharrenbach, Jochen Ritter (v.l.) und weitere Initiatoren freuen sich über den Förderbescheid.

Gut zwei Jahre ist es her, als die Gründungsversammlung der „Projektgemeinschaft Gildehaus Attendorn“ im Hotel zu Post stattgefunden hatte. Kurz vorher hatten die Verantwortlichen die Pläne für den Bau eines Gildehauses zwischen der Milchbar und der ehemaligen Pizzeria Europa vorgestellt. Bereits diesen Sommer sollen die Umbau- und Renovierungsarbeiten beginnen. Den passenden Scheck in Höhe von über 520.000 Euro überreichte Ina Scharrenbach, NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung.

Attendorn – Das Gildehaus, auch Spiekerhaus genannt, ist ein wichtiger Teil der Attendorner Geschichte. Es liegt leicht versteckt in einer kleinen Gasse in der Innenstadt ­– nur ein Steinwurf von dem Marktplatz und dem Südsauerlandmuseum entfernt. Seit der Erbauung im 19. Jahrhundert hielt es zwei Weltkriegen und einem Brand stand. Im Dachstuhl ist immer noch der leichte Brandgeruch wahrzunehmen. Es habe einen Grund, weshalb das historische Haus noch stehen würde, so Scharrenbach. „Das Schlimmste, was solch einem Gebäude angetan werden kann, ist, wenn man es nicht nutzt und es zerfällt“, gibt die Ministerin zu verstehen. 

Passend zum 800-jährigen Jubiläum der Hansestadt Attendorn im Jahr 2022 soll das Gildehaus fertiggestellt werden. Finanziert wird das rund 578.000 Euro teure Projekt zu 90 Prozent von dem Denkmalförderprogramm 2021 der Landesregierung NRW. Die restliche Summe wird vom Eigenanteil gestemmt. Ziel nicht nur dieser Baumaßnahem, sondern auch zahlreicher Baustellen in der gesamten Innenstadt, ist es, die historische Stadt samt dem Gildehaus neu aufblühen zu lassen und Leidenschaft mit Tradition zu verbinden. Doch auch die Nachhaltigkeit soll eine Rolle spielen. 

Vom Traum zur Realität

Das seit Jahrzehnten leer stehende Gebäude soll nun Raum für die Zünfte und Bruderschaften der Hansestadt bieten. In den drei Stockwerken ist neben einem Besprechungsraum ein Mini-Museum geplant, welches den historischen Schmuckstücken ein neues Zuhause schenken soll. Diese spiegeln die Geschichte der Stadt wider, welche bereits im Mittelalter begann. Der Ausstellungsbereich soll ebenfalls als Schulungsraum genutzt werden. Unter dem Stichpunkt Global Player wird auch der Tourismus im Gildehaus eine wichtige Rolle spielen. 

„Danke für die Idee und den Mut, an etwas zu glauben, was man noch nicht sieht“. Mit diesem Satz beendete Ina Scharrenbach ihre kurze Rede und überreichte den Zuwendungsbescheid für das Gildehaus Attendorn. Markus Harnischmacher, Mitglied des geschäftsführenden Vorstands des Gildehauses, unterzeichnete den Bescheid und nahm die Förderung dankend entgegen. Der Landtagsabgeordnete Jochen Ritter und Attendorns Bürgermeister Christian Pospischil freuten sich gemeinsam mit dem geschäftsführende Vorstand des Gildehauses , bestehend aus Sascha Koch, Markus Harnischmacher und Claus Ortmann, über die Zuwendung. Alle Beteiligten sind äußerst glücklich über die zur Verfügung gestellten 520.000 Euro.

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