Würdigung der außergewöhnlichen Freundschaft

40 Jahre deutsch-französischer Schüleraustausch in Attendorn

Die Attendorner Schulleiter Markus Ratajski (l.) und Christiane Eickhoff (r.) bedankten sich bei Marie Bernadette Banquet, Magdalene Bitter, Katharina Nickemeier und Evelyne Meunier (v.l.). Foto: Anette Leusmann

Attendorn. Die St.-Ursula-Schulen und das Collége Champagnat in L‘Arbresle in Frankreich feierten in der vergangenen Woche im Rahmen einer Feierstunde mit vorherigem Wortgottesdienst 40 Jahre deutsch-französischen Schüleraustausch.

Nachdem in der vergangenen Woche 26 Schüler der Klassen acht und neun der St.-Ursula-Realschule und des St.-Ursula-Gymnasiums zu Gast bei Familien in L´Arbesle waren, gab es anschließend den Gegenbesuch von 27 französischen Schülern in Attendorn.

In den 40 Jahren der deutsch-französischen Freundschaft zwischen den Schulen nahmen jeweils etwa 1000 Schüler von jeder Seite teil. „Es ist ein Jubiläum, was uns Freude bereitet und uns stolz macht“, bekräftigte Christiane Eickhoff, Schulleiterin der St.-Ursula-Realschule. Sie erklärte, dass es all die Jahre nur durch die gelebte Zusammenarbeit zwischen den Schulen und den Elternhäusern funktionierte.

Während die Planung von Seiten der St. Ursula-Schulen in den vier Jahrzehnten in unterschiedlichen Händen der jeweiligen Fachvorsitzenden Französisch beider Schulen lag, war auf französischer Seite Evelyne Meunier von Anfang an mit dabei.

Aus persönlichen Gründen lag es ihr sehr am Herzen, dass sich Schüler aus Deutschland und Frankreich besser kennenlernen. 40 Jahre lang organisierte und begleitete sie den Austausch und das hat sich auch durch ihre Pensionierung vor zwei Jahren nicht geändert. „Sie haben Attendorn schon gesehen, als ich noch nicht auf der Welt wahr“, erklärte Bürgermeister Christian Pospischil lächelnd. „Wir könnten Sie auch als Stadtführerin einstellen.“ Er überreichte Evelyne Meunier als Dankeschön einen Gutschein für ein Wellnesswochenende, einmal ganz privat – ohne Schüler.

Außerdem hatte er noch eine besondere Bitte an sie: „Als Gegenleistung möchte ich von Ihnen eine Unterschrift im goldenen Buch der Stadt Attendorn“.

Dieser Bitte kam die „Mutter des Austausches“ natürlich gerne nach. Obwohl Evelyne Meunier den Austausch noch begleitet, ist sie froh mit Marie Bernadette Banquet eine Kollegin gefunden zu haben, die sie unterstützt und in Zukunft die Organisation übernehmen wird.

„Aus Besuchern sind Freunde geworden“

Von deutscher Seite begleiteten in diesem Jahr Magdalene Bitter und Katharina Nickemeier den Austausch. Was vor 40 Jahren begann, wurde zur Erfolgsgeschichte. „Aus Besuchern sind Freunde geworden, was kann man schöneres sagen“, so Christian Pospischil. Auch das Deutsch-Französische Jugendwerk gratulierte mit einem Brief zum 40-jährigen Bestehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare