Johannes Höffer ist das Herz der Schützengesellschaft

So kannte man ihn 26 Jahre lang: Der Vorsitzende der Königskompanie Johannes Höffer hört auf. Foto: Andrea Vollmert

Vorsitzender der Königskompanie legt sein Amt jetzt nieder

Attendorn. (avo)

Johannes Höffer hat im Jahr 1981 das Amt des Vorsitzenden der Attendorner Königskompanie übernommen und seither Vieles in der Schützengesellschaft "in Gang gebracht". Am Samstag wird er sein Amt niederlegen. Damit verliert die Königskompanie einen Mann an ihrer Spitze, der sich seit nunmehr 26 Jahren um die Geschicke der ehemaligen Könige der Hansestadt kümmert. Eigentlich aber hat er sich um das Wohl der gesamten Schützengesellschaft Gedanken gemacht und unglaublich viel bewegt. "Johannes ist der Motor und das Herz der Königskompanie", erklärt Schützenhauptmann Markus Harnischmacher. "Die Verfingerung mit der Schützengesellschaft und den Bürgern hat ihm während seiner Tätigkeit immer am Herzen gelegen."

Bürgernähe immer im Mittelpunkt

So war einer der Schwerpunkte seiner Arbeit immer das Streben nach Bürgernähe. "Wir sind nichts Besonderes, nur weil wir den strahlenden Panzer tragen", wird der Scheibenkönig von 1970 nicht müde zu erklären. "Wir müssen für die Schützen und Bürger da sein." Er sieht die Schützengesellschaft und damit auch die Königskompanie als Teil einer Gemeinschaft in einer Kleinstadt.

"Die Menschlichkeit und der Umgang miteinander standen immer im Mittelpunkt seiner Tätigkeit", ist sich Markus Harnischmacher sicher. "Die vergangenen 26 Jahre innerhalb der Schützengesellschaft tragen die Handschrift von Johannes."

Der Attendorner hat seither die Königskompanie zu dem gemacht, was sie heute ist: eines der wichtigsten Organe der Schützen. Die 84 noch lebenden Könige stehen im Mittelpunkt des Attendorner Schützenwesens. Sie nehmen durch die zahllosen Initiativen von Johannes Höffer aktiv an den Festlichkeiten teil.

So praktiziert die "KöKo", wie die Königskompanie liebevoll von allen genannt wird, seit 1984 das vorzeitige Antreten am Schützenfestsamstag, um dann in Begleitung eines Musikzuges auf dem Alten Markt einzumarschieren. Ein Jahr später ließen die Schützen erstmalig nach dem Zapfenstreich den Schützenfestsamstag am Bieketurm gemütlich ausklingen. Seit 1985 zeichnet sich die Königskompanie auch verantwortlich für den beeindruckenden zweiten Einmarsch der Könige am Schützenfestmontag zum Festbankett. Im Jahr 1993 war einer der Höhepunkte die Übergabe des 1985 in Obhut genommenen Bieketurms an die Gesellschaft.

Das sind nur wenige Punkte an denen Johannes Höffer Mitgewirkt hat, denn die komplette Auflistung würde Seiten füllen.

Höhepunkt: Jubiläum der "KöKo"

Ein absoluter Glanzpunkt und ein Abschied, den man sich besser nicht hätte ausmalen können, war die Ausrichtung der 100-Jahr-Feier der Königskompanie im vergangenen Jahr auf der Burg Schnellenberg. Ein Fest, das die Teilnehmer wohl nie vergessen werden.

Bei der Versammlung der Königskompanie am Samstag im Hotel zu Post wird ein Nachfolger für Johannes Höffer gewählt, der aber hoffentlich der Schützengesellschaft mit Rat und Tat erhalten bleibt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare