Größter Umzug Südwestfalens mit 2000 Zugteilnehmern in der Attendorner Hansestadt

Narren feiern bei Kaiserwetter am Veilchendienstag

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Viel Spaß und jede Menge gute Laune am Veilchendienstag.

Attendorn. Die Hansestadt Attendorn verwandelte sich wieder zur Karnevalshochburg in Südwestfalen. Grund war der weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Veilchendienstagsumzug. „Für den Frohsinn brauchen wir nicht viel, Kokolores ist das Ziel“ – getreu des diesjährigen Mottos gab es diesen zu genüge.

2000 Zugteilnehmer, 73 Gruppen, darunter Garden und Musikkapellen aus dem gesamten Kreisgebiet und darüber hinaus sowie unzählige, liebevoll gestaltete Motivwagen und das bei einem nahezu wolkenlosen Himmel. Nicht verwunderlich also, dass sich zig tausende Zuschauer das närrische Spektakel nicht entgehen lassen wollten. Trotz der Umgestaltung der Innenstadt konnte der Streckenverlauf des großen Veilchendienstagsumzugs eingehalten werden. Eng wurde es dennoch, in der Innenstadt drängten sich scharenweise Schaulustige an die Straßenränder.  

Strahlender Sonnenschein während des Umzuges, zur Freude der Teilnehmer

Wie gewohnt fiel um 11.11 Uhr der Startschuss für den Umzug, in diesem Jahr mit einer Änderung: Erstmalig fand sich die namhafte Konfettikanone nicht mehr in der Innenstadt wider. Grund ist die Auflösung der Attendorner Stadtsoldaten, in deren Obhut die Kanone bisher lag. Zum letzten Mal dabei ist die Wagenbaugruppe „Die Unbegreiflichen“, die sich nach 33 Jahren auflösen musste und dennoch bester Laune war. Die detailliert gestalteten Motivwagen machten den „Verlust“ der Kanone hingegen wett. Dabei war ein Großteil der Wagen an aktuelle, teils politische, Themen angelehnt. „Insektensterben - unser Verderben“, „Der Regenwald wird hingerafft, die Vögel geh’n auf Wanderschaft“ oder „Make Atombombe great again - nach uns die Steinzeit“ sind nur ein Auszug der thematischen Vielfalt. Der traditionsreiche Veilchendienstagszug – mittlerweile der 155. – wird nicht zuletzt wegen des sonnenreichen Wetters in Erinnerung bleiben.

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