Vom Kaminholz zur Kunst

Mit großer Freude fertigt Ingo Luke mit der Kettensäge die unterschiedlichsten Skulpturen aus Holz. Foto: Anette Leusmann

Bis vor drei Jahren arbeitete Ingo Luke zwar hin und wieder schon mal mit der Kettensäge, doch damals beschränkte sich seine Arbeit überwiegend auf das Schneiden von Kaminholz. Doch dann besuchte er mit seiner Familie einen Tag der offenen Tür in einer Papierfabrik in Hofolpe.

Dort ging es um alles rund um die Holz- und Papierverarbeitung. Außerdem war der Kettensägenkünstler und amtierende Weltmeister im Schnellschnitzen Shapoor Engineer dort und demonstrierte seine Arbeit mit Holz.

"Das fand ich super faszinierend", erinnerte sich Ingo Luke. Ein Jahr später feierte Luke seinen 40. Geburtstag und zu diesem Anlass schenkte ihm seine Frau Tamara einen Kurs bei Shapoor Engineer.

"Dann nahm das Ganze seinen Lauf"

So verbrachte Luke einen ganzen Samstag in Wuppertal und erlernte die Grundkenntnisse für die künstlerische Arbeit mit der Motorsäge. "Dann nahm das Ganze seinen Lauf", berichtete der Handwerker lächelnd. Er schaffte sich zwei handelsübliche Kettensägen an, wobei eine für die groben und die andere für feinere Arbeiten verwendet wird.

Nachdem er in dem Kurs einen Fisch und einen Tannenbaum fertigte, schnitt er zum Einstieg eine Krippe. Dort konnte er die verschiedenen Schnitttechniken anwenden und vertiefen.

Danach suchte sich Luke immer neue Motive und ist bei seiner Auswahl auch nicht auf ein bestimmtes Thema festgelegt. "Immer wenn ich irgendwas interessantes sehe mache ich Bilder davon und danach schneide ich das", erklärte Ingo Luke. "Irgendwann ist man in der Figur und dann geht es von ganz alleine." So entstanden schon eine Vielzahl von größeren und kleineren Arbeiten, angefangen bei Kürbissen über abstrakte Kunstwerke bis hin zu Tieren aller Art.

"Je mehr dreidimensionale Formen an so einem Werk sind, um so besser wirkt das", bekräftigte der Kettensägenkünstler. Mit seiner guten räumlichen Vorstellungskraft gelingt ihm immer wieder etwas ganz Besonderes zu schaffen.

Kürzlich beendete Ingo Luke sein bisher größtes Projekt. Aus einem Baumstumpf fertigte er vor dem Kinderheim in Österau/Plettenberg eine 1,80 Meter große Skulptur in Form einer Hand, die ein Kind beschützt. Damit will er die Herzlichkeit und die große Bedeutung dieser Einrichtung ausdrücken, was ihm auch sehr ausdrucksvoll gelang.

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