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„Hömma, so ein bisschen dürfen wir doch feiern, woll!“

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Von: Andrea Vollmert

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Veilchendienstagszug Karneval Kattfiller Attendorn
Veilchendienstagszug light: Pünktlich um 11.11 Uhr haben sich einige eingefleischte Kattfiller auf dem Parkplatz der Atta-Höhle getroffen und sind von dort durch die Stadt gezogen - bis zum Rathaus. © Andrea Vollmert

Karneval ist abgesagt. Ein paar ganz eingefleischte Kattfiller haben es sich aber nicht nehmen lassen und haben ihren eigenen - ganz kleinen - Veilchendienstagszug durch Attendorn gestartet. Und das natürlich pünktlich um 11.11 Uhr auf dem Parkplatz der Atta-Höhle.

Attendorn - „Hömma, so ein bisschen dürfen wir doch feiern, woll“, erklärt Dieter Auert. Das Attendorner Urgestein würde jetzt eigentlich schon seit Tagen im Mittelpunkt stehen. Er war vor 40 Jahren Prinz Karneval in seiner Heimatstadt und durch den kleinen Zug - offiziell ist es nur eine Zugstreckenbegehung - kommt er zumindest ein wenig in den Genuss, Jubelprinz zu sein.

Einige Dutzend Kattfiller, darunter Gardisten, Wagenbauer und Mitglieder des Prinzenkomitees und Präsident Marc Rohrmann, hattes es sich nicht nehmen lassen und haben sich zur eigentlichen Stadtzeit des Veilchendienstagszuges, natürlich um 11.11 Uhr, auf dem Parkplatz der Atta-Höhle getroffen und sind von dort durch die Stadt gezogen. Erstes Ziel für einen Zwischenstopp war der „Alter Markt“. Von dort ging es weiter zum Rathausplatz und schlussendlich zum „Kläppchen“, wo die Karnevalisten noch ein wenig gefeiert haben.

Es war - wie in vielen Städten Deutschlands - ein Veilchendienstagszug in Verbindung mit einem Prostestmarsch. Ukrainische Flaggen und die Europafahne wurden geschwenkt, viele hatten sich in blau-gelb gekleidet. „Wir mussten gestern Abend erstmal noch ein paar Fahnen basteln“, erklärt Frank Selter. Sie hatten aus Pappe und Tapeten ein Schild gebastelt und „schnell noch passende Farbe geholt“. Die Schilder waren noch pünktlich fertig geworden und untermauerten so auch in Attendorn den stillen Protest gegen den Angriff Russlands auf die Ukraine.

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