"KIBIZ" — Ein Thema mit viel Informationsbedarf

SPD-Ortsvereinsvorsitzender Uwe Beul konnte etwa 90 interessierte Erzieherinnen, Eltern und Trägervertreter zum Thema "Kinderbildungsgesetz NRW" begrüßen. Foto: SK

SPD Attendorn erklärte das neue Kinderbildungsgesetz

Attendorn. (SK)

Die SPD Attendorn hatte kürzlich zum Thema "KIBIZ" (Kinderbildungsgesetz) alle Kindergärten und Kindertagesstätten in die Stadthalle eingeladen. Ortsvereinsvorsitzender Uwe Beul konnte etwa 90 interessierte Erzieherinnen, Eltern und Trägervertreter begrüßen. Helga Schwarz-Schumann, MdL (SPD) des Kreises Siegen-Wittgenstein, und Torsten Tillmann als Trägervertreter des DRK Olpe referierten über die bisher bekannten Fakten.

Zahlreiche Fragen wurden im Anschluss gestellt. Hierbei wurde von den anwesenden Erzieherinnen deutlich hervorgehoben, dass bei der bisherigen Diskussion häufig die Kinder nicht mehr im Mittelpunkt stehen, sondern die drohende, sich deutlich verschlechternde finanzielle Situation in den Vordergrund gerückt wird.

Grundsätzlich sei solch ein Gesetz zu begrüßen, die jedoch daraus resultierenden Unwägbarkeiten, insbesondere die Gefährdung der Arbeitsplätze bis hin zu einer Übernahme durch einen größeren Träger, werden entschieden abgelehnt. Alle Beteiligten waren sich einig, dass ein Wettbewerb zwischen den Einrichtungen durchaus positive Aspekte habe, was aber nicht dazu führen darf, dass sich der Wettbewerb um jedes Kind zum Konkurrenzkampf entwickelt.

Zurzeit sind mehr Verlierer als Gewinner beim derzeitigen Stand des Gesetzgebungsverfahrens zu erkennen. Der Kreis Olpe hat die letzte finanzielle Mehrbelastung für die Eltern durch allgemeine Steuermittel aufgefangen. Wie lange dies noch möglich ist beziehungsweise die Landesregierung dies noch zulässt, muss das weitere Verfahren zeigen. Wenn weitere Fakten bekannt sind, wird die SPD Attendorn zu einer nächsten Veranstaltung einladen.

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