Königskompanie feiert mit der ganzen Stadt 100-Jähriges

Der Zapfenstreich im Innenhof der Burg Schnellenberg war für die unzähligen Gäste und natürlich auch für die Schützen ein unvergessliches Erlebnis. Fotos: Andrea Vollmert

Attendorn: Johannes Höffer "So haben wir uns die Feier immer vorgestellt"

Attendorn. (avo)

"Meine sehr geehrten Damen und Herren — 311 Jahre belegbare Reihe der Attendorner Könige seit 1696, davon 100 Jahre Königskompanie! Zum Fest dieses Jubiläums haben wir uns heute Abend aus gutem Grund hier im großen Saal der Burg Schnellenberg versammelt." Mit diesen Worten begrüßte der Vorsitzende der Königskompanie, Johannes Höffer, die zahlreich erschienenen Gäste.Vorausgegangen war ein kleiner Festmarsch der Königskompanie und eine lockere Feier im Schatten der Attendorner Burg. Und die Schützen feierten nicht unter sich. Man hatte das Gefühl, die ganze Stadt wollte an diesem besonderen Geburtstag und den Feierlichkeiten teilhaben. Bei der Feierstunde im großen Saal der Burg wurde natürlich auch die Geschichte der Königskompanie beleuchtet und zahlreiche Ehrengäste begrüßt. Nach einer Anzahl Grußworte ließen die Schützen es sich gut gehen und genossen das besondere Ambiente der Burg Schnellenberg.

Doch der eindeutige Höhepunkt der Feierlichkeiten sollte der Zapfenstreich im Innenhof der Burg werden. Gerade als es dunkel geworden war, marschierten die Schützen mit über 70 noch lebenden ehemaligen Schützenkönigen und flankiert von 44 Fackelträgern — allesamt aus den Reihen der Jungschützen — in den Innenhof. Dort hatten vorher so viele Gäste die Anlagen "gestürmt", dass kein einziger Platz mehr zu haben war. Mucksmäuschenstill war es, als die Musiker zu spielen begannen. Stimmungsvolles Licht an den Wänden der Burg, die unzähligen Fackeln und der historische Grund und Boden machten den Zapfenstreich zu einem Erlebnis der besonderen Art.

Im Anschluss feierten die Schützen, die Könige und ihre Gäste noch lange in einem Zelt am Fuße der Burg. Riesige Fackeln sorgten auch hier für beste Stimmung.

"So haben wir uns die Feier immer vorgestellt", freute sich ein sichtlich glücklicher Johannes Höffer, der als Vorsitzender der Königskompanie in den vergangenen Monaten diese Feier geplant hat. Daher war es wohl auch nicht verwunderlich, dass sich viele Gäste mit den Worten verabschiedeten: "Danke für so ein tolles Fest. Wir werden so etwas bestimmt nicht noch einmal erleben."

Für Johannes Höffer war es nach eigene Worten ein "wunderschöner Abschied", denn seine Tage als Vorsitzender der Königskompanie sind gezählt. Er wird im Herbst seinen Hut nehmen". Wer aber kann sich die Attendorner "KöKo" ohne einen Johannes Höffer an der Spitze vorstellen:

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