Heldener machen sich stark für Benefizlauf "Roparun"

564 km Laufen für krebskranke Menschen

Ansprechpartner und Initiatoren für den Kreis Olpe: (v.l.) das Ehepaar Barbara und Stefan Schulte (v.l.) sowie Physiotherapeutin Eva Schulte mit Maskottchen „Lotte“; den Esel gibt es für 10 Euro.

Helden/Rotterdam - 564 Kilometer in maximal 50 Stunden, 2 Kilometer mit einem 12km-Schnitt laufen, kurze Pause und erneut „auf die Piste“ – Stefan Schulte aus Helden weiß, was auf ihn an Pfingsten 2020 zukommt. Aber der Zweck der Quälerei adelt in diesem Fall jeden Schmerz.

„Roparun“ nennt sich „Europas größter Staffellauf, an dem Stefan und Barbara Schulte aus Helden laufend und Rad fahrend teilnehmen. „Ropa“ steht für Rotterdam-Paris und benennt die Anfänge dieses Benefizlaufs, der 1992 aus einer Wette zweier Holländer entstand und seit 2004 Rotterdam als Ziel hat. 2012 kam als weiterer Startort Hamburg hinzu, 2020 erstmals Bremen anstelle Hamburg.

„In Holland ist der Lauf eine ganz große Nummer mit 30.000 Zuschauern im Zieleinlauf“, sagt das Ehepaar. „Bei uns ist er hingegen kaum bekannt.“ Was „Schulten“ aus Helden ändern wollen. 

Sie sind bei einer Geburtstagsfeier der niederländischen Schwägerin im Hochsauerland auf den „Roparun“ aufmerksam geworden. Gelaufen wird als „Liebesgrün Runningteam“, ein Freundeskreis, der seit sieben Jahren gemeinsam startet, beispielsweise bei dem Rothaar-Marathon. „Wir waren sofort Feuer und Flamme. Roparun ist eine Stiftung, die europaweit agiert und Spenden für die Versorgung krebskranker Menschen sammelt. Der ,Run‘ heißt übersetzt ,Lauf für das Leben‘ und seine Erlöse sollen ,Den Tagen Leben hinzufügen, wenn dem Leben häufig keine Tage mehr hinzugefügt werden können‘.“ 

Mehr als 5,6 Millionen Euro wurden schon akquiriert. Das Geld kommt in einen gemeinsamen Topf. Im Unterschied zu anderen Veranstaltungen „ist alles selbst organisiert“. Im Klartext: „Unser deutsch-holländisches Team muss die komplette Logistik selbst stemmen. Wir sind 29 Personen, ein Teamkapitän, zwei Navigatoren, zwei Fahrer, acht Läufer, zwei Reserveläufer, acht Radfahrer, zwei Servicecamp-Betreuer, zwei Köchinnen und zwei Physiotherapeutinnen, darunter Eva Schulte, wie wir aus Helden. Um Spendenquittungen ausstellen zu können, wurde eigens von uns der Verein ,Laufen für Glücksmomente“ gegründet‘.“ 

Vier deutsche Läufer wechseln einander im 2-km-Rhythmus ab, begleitet von den zwei Radfahrern, unter ihnen Barbara Schulte, nach 60 bis 80 km wird zu den niederländischen Läufern gewechselt. „An viel Schlaf ist nicht zu denken.“

 „Wir benötigen dringend über Pfingsten einen Kleinbus“, hoffen die drei Heldener auf Unterstützung.

Kontakt 

Stephan Schulte, st-schulte-helden@t-online.de

Vereinskonto: DE26 4606 2817 0014 2498 00 

www.roparun.nl/nl/was-ist-roparun

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