Attendorner Seniorenrat führt die Notfallbox ein

Klein und handlich: Lebensretter im Miniformat

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Lisa Knoche und Monika Feldmann (Sparkasse ALK), Raphael Lüdenbach (Helios Klinik), Frank Decker (Caritas Station), Christiane Plugge (Stadt Attendorn), Renate Jung und Werner Müller ( Seniorenrat) freuen sich über die Einführung der Notfallbox in der Handestadt.

Attendorn. Die Notfallbox ist klein, handlich und kann Leben retten. Sie enthält alle wichtigen Informationen, die in Notfällen von Rettern und Helfern benötigt wird. In Attendorn war dieses Konzept bisher unbekannt. Renate Jung, Mitglied des Attendorner Seniorenrates wurde durch einen Artikel auf die Einführung der Notfallbox in einer Kommune im Siegerland aufmerksam. Sie informierte sich über das Konzept und stellte es dem Seniorenrat vor, der daraufhin die Einführung der Notfallbox in der Hansestadt Attendorn in die Hände nahm.

Überall wo das Konzept vorgestellt wurde, stieß es auf Begeisterung. Sowohl die Caritas Station Attendorn, als auch die Helios Klinik und die Stadtverwaltung sagten sofort ihre Unterstützung zu. Auch Hausärzte, Apotheken und die Rettungswachen erhielten umfassende Informationen.

Finanziert wird die Notfallbox durch den städtischen Etat des Seniorenrates und einem großzügigem Sponsoring der Sparkasse ALK. Jeder Bürger mit chronischen Vorerkrankungen und Allergien – egal in welchem Alter – sollte diese Notfallbox haben. „In einem Notfall zählt jede Sekunde“, bekräftigt Renate Jung bei der Vorstellung. „Deshalb muss man die Möglichkeit haben, alle Daten schnell greifbar zu haben. Mit der Box haben Ersthelfer und Ärzte sofort alle notwendigen Informationen.“

Sie enthält ein Formular mit allen wichtigen persönlichen Informationen über Vorerkrankungen, Allergien, chronische Erkrankungen und Medikamente, die regelmäßig genommen werden müssen. Das Formular ist sehr übersichtlich und kann von der betreffenden Person selber ausgefüllt werden. Im Zweifel kann man aber mit dem Hausarzt oder in der Apotheke Rücksprache halten. „Grundsätzlich ist aber jeder Bürger für seine Daten selber verantwortlich“, erklärt Renate Jung. So müssen jegliche Veränderungen bei Erkrankungen oder in der Medikamentengabe sofort im Formular geändert oder ergänzt werden.

Aufbewahrt wird die Dose mit den wichtigen Informationen im Kühlschrank. „Jeder Haushalt hat einen Kühlschrank“, erklärte Walter Müller, Vorsitzender des Seniorenrates. Neben dem Formular befinden sich in der Box zwei Aufkleber. Einer wird an der Innenseite der Haustür angebracht, der zweite an der Kühlschranktür. Dadurch werden Ersthelfer sofort auf das Rettungssystem aufmerksam gemacht. Die Notfallbox ist ab sofort kostenfrei erhältlich. Ausgabestellen sind die Caritas Station Attendorn, die Helios Klinik und das Bürgerbüro sowie die Zentrale der Hansestadt Attendorn.

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