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Mittelpunkt für das Dorf

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Der Vorstand des Schützenvereins St. Hubertus Biekhofen stellte im Rahmen einer Dorfversammlung gemeinsam mit Architekt Bernd Greitemann Details zum Bau einer kleinen Kapelle mit Gedenkstätte vor.  Foto: Anette Leusmann
Der Vorstand des Schützenvereins St. Hubertus Biekhofen stellte im Rahmen einer Dorfversammlung gemeinsam mit Architekt Bernd Greitemann Details zum Bau einer kleinen Kapelle mit Gedenkstätte vor. Foto: Anette Leusmann

In einer Dorfversammlung stellte der Vorstand des Schützenvereins "St. Hubertus" 1938 Biekhofen gemeinsam mit Architekt Bernd Greitemann im Vereinshaus das Projekt des Baus einer kleinen Kapelle mit Gedenkstätte in Biekhofen vor und fand damit Zustimmung bei der deutlichen Mehrheit der Anwesenden.

Nachdem der Vorstand des Schützenvereins im vergangenen Jahr bei der Mitgliederversammlung den Auftrag zum Vorantreiben dieses Projektes erhielt, wurde zunächst ein geeigneter Standort für die Schaffung dieses neuen Dorfmittelpunktes gesucht.

Nach ausführlicher Überprüfung aller Möglichkeiten blieb eigentlich nur eine Freifläche im Dorf übrig: die städtische Grünfläche im Bereich Mühlenweg/Biekhofer Straße mit Anbindung zum Neubaugebiet über die "Bachschwinde". Dieses Grundstück gehört in den Bereich eines geplanten Grünstreifen zum Abschluss des Baugebietes Wippeskuhlen II. Die Stadt Attendorn erklärte sich bereits bereit, den Biekhofern diese Fläche unter Abschluss eines Nutzungsvertrages zur Verfügung zu stellen.

An dieser Stelle soll die geplante kleine, offene Kapelle als "Klammer zwischen Ober- und Unterdorf" wirken, ebenso könnte das Neubaugebiet mit einbezogen werden. "Die Kapelle stellt sich eher als winziges Bauwerk dar", erklärte Architekt Greitemann. Die offene Gedenkstätte soll 5,63 Meter breit, 1,75 Meter tief und 2,50 bis 3 Meter breit werden.

Der geplante Vorplatz umfasst eine Größe von sechs mal sechs Metern. Dieser Platz soll nicht nur ein Ort der Ruhe und Besinnung werden, sondern auch der multifunktionellen Nutzung dienen. Der Vorstand der Schützen stellte klar, dass es keine reine Gedenkstelle für die Schützen werden soll, sondern ein Mittelpunkt für das Dorf. Der Schützenverein bekam lediglich den Auftrag, das Projekt anzustoßen.

Die Kapelle soll für die Dorfbewohner sein und die Umsetzung muss auch von ihnen getragen werden. Nach der Zustimmung der Anwesenden ist der nächste Schritt nun die Gründung eines Kapellenvereins. Aus steuerrechtlichen Gründen kann das Projekt nicht durch den Schützenverein getragen werden.

Die Mitglieder des Schützenvereins werden den Kapellenverein jedoch mit Rat und Tat unterstützen. Es erklärten sich auch spontan bei der Bürgerversammlung einige Dorfbewohner bereit, dort aktiv zu werden.

Die Hauptaufgabe des zu gründenden Kapellenvereins ist die Finanzierung des Projekts. Die Kosten werden auf 15.000 bis 20.000 Euro geschätzt. Diese können zu einem Teil durch die Mitgliedsbeiträge des geplanten Kapellenvereins abgedeckt werden, ansonsten hofft man auf Spenden zum Bau der Gedenkstätte.

"Der Arbeitsaufwand muss größten Teils in Eigenleistung erbracht werden, sonst kommt man mit den Kosten nicht hin", bekräftigte Greitemann. "So was kann man nur bauen, wenn das Dorf dahinter steht", erklärte Günter Rotthoff, erster Vorsitzender des Schützenvereins. Denn die Umsetzung funktioniert nur in einer Gemeinschaftsleistung. Nach der Dorfversammlung wollen die Biekhofer den Bau der Kapelle nun angehen und hoffen auf breite Unterstützung durch die Bevölkerung.

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