Ein Multitalent für Attendorn

DRK weiht einen vielseitigen Rettungswagen ein

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Attendorn. Der Ortsverein Attendorn des DRK weihte am vergangenen Freitag einen neuen Rettungswagen offiziell ein.

Das Modell ist ein Mercedes mit einem 4,2 Tonnen Fahrgestell und einem Kofferaufbau von der Firma WAS. Die Neuanschaffung soll einen 16 Jahre alten Wagen ersetzten und den Qualitätsstandard des Sanitätsdienstes bei ständig wachsenden Anforderungen erhalten und verbessern.

Der erste Vorsitzende des DRK Ortsvereins Attendorn Martin Diller wünscht sich damit in erster Linie „das Versorgungsniveau für alle Attendorner hoch zu halten“.

Vor dem Kauf hat ein Arbeitskreis mehrere Hersteller und Modelle unter die Lupe genommen. Auch die Anschaffung eines gebrauchten Wagens wurde dabei erwogen. „Letzten Endes haben wir uns aber für ein Neufahrzeug entschieden, um die laufenden Kosten auf Dauer gering zu halten“, so Rotkreuzleiter Marco Steinrode. „Schließlich soll das neue Fahrzeug noch länger im Einsatz bleiben als der Vorgänger.“ Zudem decke der Rettungswagen drei Fahrzeugtypen in einem ab, weil die Einsatzmöglichkeiten des Fahrzeuges vielfältig sind.

Für verschiedene Einsätze geeignet

Es kann für den Krankentransport von einem Krankenhaus in ein anderes genutzt werden. Dabei ist die Luftfederung von besonderem Vorteil. Durch sie sind Erschütterungen fast gar nicht mehr auf der Liege zu spüren.

Aber auch ein Einsatz als Rettungswagen ist möglich. In diesem Fall bietet das blaue Traumalicht, das besonders beruhigend auf Patienten wirkt soll, ein weiteres Plus.

Der große Kofferaufbau bietet viel Raum, so dass der Wagen auch als Unfallhilfsstelle bei Sanitätsdiensten auf Veranstaltungen genutzt werden kann. Die Standheizung garantiert dabei auch im Winter angenehme Temperaturen.

Seine Feuertaufe in diesem Einsatzbereich hat der Rettungwagen schon vor der Einweihung erhalten. Er wurde bei dem Kreisschützenfest in Helden genutzt.

90.000 Euro ist die Investition wert. Der Wagen wurde durch Sponsoren aus der Attendorner Wirtschaft, aus eigenem Ersparten des Ortsvereins und aus verschiedenen Zuschüssen finanziert. Das Ersparte des Ortsvereins stammte dabei aus Einnahmen von angebotenen Sanitätsdiensten und Ausbildungen.

Bei Sanitätsdiensten werde jeden Monat etwa 1000 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet. Das seien ungefähr 40 Stunden im Monat pro Person.

Der Stadtverordnete Horst Peter Jagusch lobte stellvertretend für den Bürgermeister das Engagement des DRK Ortsvereins. In einigen Zeilen von ihm sprach er seinen Dank und seine Annerkennung für die Ehrenamtler aus. Dabei kam er auch für den unermüdlichen Einsatz für Flüchtlinge zu sprechen: „Sie tragen dazu bei, dass unser Land die Flüchtlingssituation bewältigen kann.“

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