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Musikalische Highlights

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Das Kammerorchester Attendorn veranstaltete kürzlich sein Herbstkonzert im Rivius- Gymnasium, und viele Zuhörer waren der Einladung gefolgt.

Das Orchester unter Leitung von Werner Fichten präsentierte sich von Anfang an — bei einer Suite für Streicher von Henry Purcell — in prächtiger Spiellaune, die auch bei der folgenden Sinfonie von Chr. W. Gluck die Zuhörer in ihren Bann zog. Die wirkungsvolle Kombination von barocken Spielfiguren und den feinen Nuancen des gerade in Mode kommenden "galanten Stils" wurde überzeugend umgesetzt.

Ein erster Höhepunkt des Abends folgte mit der "Konzertanten Sinfonie" von Joh. Chr. Bach für Violine, Violoncello und Orchester, dargeboten von Gabriele Fuchs-Rinscheid und ihrem Sohn Adrian. Beide waren in allen Belangen der musikalischen Gestaltung perfekt aufeinander abgestimmt und konnten das "Konzertieren" im Sinne eines musikalischen Wettstreits mit energischem rhythmischen Impetus, aber auch mit schön ausgeformten, weit geschwungenen melodischen Linien — vor allem im Mollteil des Rondos — zum großen Vergnügen der Zuhörer interpretieren. Mit dem letzten und bekanntesten Klavierkonzert von Joseph Haydn stand ein weiteres musikalisches Highlight auf dem Programm, zu dem mit dem aus Finnentrop stammenden, inzwischen aber auch überregional bekannten Tobias Bigger ein vorzüglicher Solist gewonnen werden konnte. Ihm gelang es, seine technische Brillanz nicht zum Selbstzweck werden zu lassen, sondern in ein immer kantables und ausdruckvolles Spiel einzubetten. Besonders aber im Rondo-Finale "a l'Ungarese" sprühten förmlich die Funken und warfen sich Solist und Orchester spielerisch die motivischen Bälle zu. Hier konnten Werner Fichten und sein Orchester ihre Stärken erneut eindrucksvoll beweisen.

Zum Abschluss war noch die "Brook Green Suite" des Engländers Gustav Holst zu hören. Mit ihrer volkstümlichen, einprägsamen Melodie und dem rasanten Schlusssatz, der eine Fuchsjagd musikalisch darstellte, war sie ein effektvoller Abschluss des Konzertes.

Lang anhaltender Beifall war der Lohn für alle Miktwirkenden.

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