Die Hansestadt feiert im kommenden Jahr 800-jähriges Jubiläum

Ein Jahr lang große Party in Attendorn

800-jähriges Jubiläum Attendorn
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Bürgermeister Christian Pospischil, umrahmt vom Duo Kurtzweyl, zeigte bei einer Pressekonferenz stolz, was 2022 in Attendorn zu erwarten ist.

Wenn Attendorns Bürgermeister Christian Pospischil aus luftigen Höhen zu Boden schwebt, wie im Jahr 2012 Daniel Craig alias James Bond zur Eröffnung der Olympischen Spiele in London, dann steht etwas Besonderes bevor. Gut, Daniel Craig sprang mit einem Fallschirm aus einem Hubschrauber, aber Attendorns erster Bürger hat sich immerhin bei der Pressekonferenz zum 800-jährigen Jubiläum der Hansestadt aus einem Turmzimmer der Burg Schnellenberg frei schwebend abgeseilt. Das war der Auftakt für eine Show, die ein abwechslungsreiches Jubiläumsjahr 2022 verspricht.

Attendorn - Stilecht entführte das Duo Kurtzweyl die Anwesenden in das 13. Jahrhundert – genauer gesagt ins Jahr 1222, als Attendorn die Stadtrechte verliehen wurden. Zur Einstimmung verlas der Erzbischof Engelbert von Köln, gespielt von Frank Selter, die Urkunde zur Verleihung der Stadtrechte. Und auch Tonies Kallenboel, perfekt von Peter Höffer dargestellt, erzählte, was ihm im Pestjahr 1613 in Attendorn passiert ist. Als vermeintlich Toter ist er begraben worden. Nach 15 Stunden im Grab soll sein Schreien Aufmerksamkeit erregt haben, und man grub ihn wieder aus.

Umrahmt von einem spannenden Programm im Innenhof der Oberburg der Burg Schnellenberg erläuterte Christian Pospischil – nach seiner sicheren Landung – die Pläne für das Jubiläumsjahr. Das Stadtoberhaupt stellte vor, was die Attendorner und ihre sicher zahlreichen Gäste Monat für Monat im kommenden Jahr zu erwarten haben. Beginnend mit eine Ausstellung zum Thema Rawicz im Südsauerlandmuseum über zahlreiche Konzerte und Empfänge bis hin zum Kommersabend am 10. Juni, dem 800. Geburtstag der Stadt, und dem großen Stadtfest im September. Pospischil stellte auch zahlreiche Highlights im Programm vor. Dazu gehört eine Ausstellung einiger heimischer Künstler, die zwar vor Jahren die Hansestadt verlassen haben, zum Jubiläum aber so ihren Beitrag leisten. Das letzte Wochenende im Mai steht ganz im Zeichen des Sports. Am 28. Mai heißt das Motto „Wall des Sports“, in diesem Rahmen wird es erstmals wieder ein Radrennen in der Innenstadt geben.

Viele Highlights im Jubiläumsjahr 2022

Am 11. Juni, einen Tag nach dem großen Kommersabend, ist eine Wanderung zum Thema „Katzenschuss“ geplant. Hier geht es um die Sage, die zum Ruf der Attendorner Karnevalisten „Kattfiller“ geführt hat. Zum 425-jährigen Jubiläum der Geschichte rund um den legendären Katzenschuss auf Burg Bilstein hatte es 2008 eine Wanderung von Attendorn nach Bilstein gegeben. „In diesem Jahr machen wir uns dann auf den Rückweg“, scherzte Bürgermeister Pospischil bei der Präsentation.

Ein weiteres Highlight im Jubiläumsjahr wird das Anzünden eines Kohlenmeilers am 12. August auf dem Osterfeuerplatz der Waterporte sein. Bis zum 21. August gibt es dort ein abwechslungsreiches Programm rund um den Meiler.

Als großen Höhepunkt der Feierlichkeiten kann man sicher das Wochenende vom 9. bis 11. September bezeichnen. Das Stadtfest beginnt bereits am Freitag wird am Samstag und Sonntag durch den 39. Westfälischen Hansetag ergänzt, der wegen des großen Jubiläums im kommenden Jahr in Attendorn stattfindet.

Einige weitere Projekte stellte Christian Pospischil ebenfalls vor. Dazu gehört ein interaktives Stadtmodell, eine Wirtschaftskunstwerk und ein Jubiläumsbildband.

Pyrotechnik und Knalleffekte gab es bei der Präsentation des Programms zum 800-jährigen Jubiläum der Stadt Attendorn.

Zum Abschluss der Präsentation gab es noch pyrotechnische Effekte: Auf den alten Mauern der Burg Schnellenberg leuchtete in überdimensionaler Größe die Zahl 800.

„Wir hoffen, mit dem Programm alle Gruppen der Bevölkerung anzusprechen“, erklärte Christian Pospischil abschließend. „Deshalb gibt es eine solche Vielfalt an Veranstaltungen.“ In einem eigens gedruckten Kalender sind alle bereits feststehenden Termine dargestellt, „um alles gut planen zu können“, so Christian Pospischil.

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