Plattdeutsch ist in Attendorn mehr als eine Erinnerung

Die vielen Besucher des Plattdeutschen Abends haben großen Spaß an den vorgetragenen Gedichten und Geschichten. Fotos: Anette Leusmann

30. Geburtstag des Plattdeutschen Kreises mit vielen Gästen

Attendorn.(aleu)

Anlässlich seines 30. Geburtstages hatte der Attendorner Plattdeutsche Kreis am Donnerstag, gemeinsam mit dem Verein für Orts- und Heimatkunde Attendorn, zum "Plattdeutschen Abend" ins Hotel "Zur Post" eingeladen. Dieter Auert gab den knapp 100 Besuchern zunächst einen Rückblick auf die Entstehung des Plattdeutschen Kreises. An einem Abend Ende 1977 stand Auert als Wirt hinter der Theke im "Jägerhaus" und Klaus-Walter Hoberg davor. An einem der Tische unterhielten sich Toni Schulte, Ede Brendler und Toni Teipel in plattdeutsch. Sie waren begeistert. "Wir haben gesagt, die alte Sprache darf nicht verloren gehen", erinnerte sich Auert. Da die beiden Plattdeutsch aber nicht beherrschten, fanden sie in Toni Schulte und einigen anderen Unterstützung. Am 12. Januar 1978 fand dann im "Jägerhaus" der erste Plattdeutsche Abend statt, der von über 90 Personen besucht wurde. Am 29. Dezember 1980 hielt Altprobst Anton Dünnebacke aus Brilon vor rund 800 Kirchenbesuchern die erste Plattdeutsche Messe. Seit 1984 wird immer am zweiten Pfingsttag in der Wallfahrtskapelle Waldenburg eine Plattdeutsche Messe gefeiert, später kam eine weitere am Tag der Deutschen Einheit dazu. Neben den Messe veranstaltet der Plattdeutsche Kreis jährlich ein bis zwei Plattdeutsche Abende in Attendorn und noch mal soviel in den Dörfern der Stadt. Hier werden plattdeutsche Texte und Gedichte, unter anderem von den Heimatdichtern Johannes Schulte und Josef Hüttemann vorgetragen. So auch am Donnerstag. Rudolf Hellner, Franz Bruse, Toni Teipel, Karl Falk und andere gaben Vorträge zum besten. Dabei durften Gedanken und Geschichten über die traditionsreichen Osterbräuche und die Kattfiller selbstverständlich nicht fehlen. Auch das eine oder andere Lied in Plattdeutsch wurde gemeinsam gesungen. Die Besucher waren mit Freude dabei, was für das große Interesse an der alten Sprache spricht.

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