„Es gibt zu jedem Grabstein eine Geschichte“

MdL Johannes Remmel besucht jüdischen Friedhof in Attendorn

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Tom Kleine und Hartmut Hosenfeld erläuterten Johannes Remmel (v.l.) ihre Initiative „Jüdisch in Attendorn“ bei einem Rundgang über den Friedhof am Himmelsberg.

Attendorn – Der Landesverband der jüdischen Gemeinden nennt ihn den „schönsten und bestgepflegten jüdischen Friedhof“ in NRW. MdL Johannes Remmel (Grüne) aus Siegen nahm die 75. Wiederkehr der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar zum Anlass eines Besuchs in Attendorn.

Hartmut Hosenfeld und Tom Kleine haben 2017 die Initiative „Jüdisch in Attendorn“ (www.juedisch-in-attendorn.org) ins Leben gerufen, die sich für gelebte Erinnerungskultur einsetzt. Hosenfeld und Klein führten den Politiker über den Friedhof am Himmelsberg. 

Johannes Remmel legte an der Stele einen Stein nieder, einer jüdischen Tradition folgend.

„Es gibt zu jedem Grabstein eine Geschichte“, erläuterten sie. Der braune Terror ließ kaum Spuren jüdischen Lebens übrig, die Initiative fügte noch Vorhandenes zusammen und schuf daraus eine international beachtete Stätte mit unter anderem dem ersten jüdischen Themenweg. „Diese Erinnerungskultur, die Sie hier pflegen, ist ein Kleinod“, war Johannes Remmel tief beeindruckt. 

„Ihre Initiative leistet als Lernort und Begegnungsstätte einen zentralen Beitrag zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus. Wir müssen uns zugleich den Versuchen von Rechtsradikalen entgegenstellen, die Erinnerungskultur infrage zu stellen.“ Auch dazu leiste die Initiative einen wichtigen Beitrag.

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