Repetalchronik mit 800 Seiten erscheint 2008 als "Lexikon"

Die Mitglieder des Arbeitskreises unter der Leitung von Stadtarchivar Otto Höffer haben Spaß an alten Entdeckungen, die für die Repetalchronik verwertet werden können. Foto: aleu

Fotos von Helden, Repe, Niederhelden und Berlinghausen gesucht

Niederhelden. (aleu)

Ende November des kommenden Jahres soll die "Repetalchronik" als dritter Band der Schriftenreihe der Stadt Attendorn erscheinen. Im Unterschied zu den bisher veröffentlichten Dorfchroniken "Im Bann des Wassers" und "Ennest" wird der Repetalband aufgrund des umfangreichen Materials, der auch extern vergebene Forschungsergebnisse beinhaltet, als "Repetal-Lexikon" herausgegeben. Dieses soll etwa 800 Seiten umfassen. Die externen Forschungen werden ungekürzt abgedruckt, die übrigen Kapitel präsentieren sich alphabetisch geordnet in Lexikonartikeln, durch historische und aktuelle Fotos ergänzt. Der Anhang enthält eine DVD mit sämtlichen ungekürzten Forschungen. Das gesamte Material, das jetzt die Grundlage für das Buch bildet, umfasst 5000 bis 6000 Seiten. "Es ist zu schade, dass die verloren gehen", erklärte Stadtarchivar Otto Höffer.

Insgesamt brauchten die Nachforschungen 20 Jahre. Angefangen hat alles, als Höffer das Pfarrarchiv Helden ordnete. Er erschloss sämtliche bis ins 13. Jahrhundert zurückreichenden Urkunden und Akten inhaltlich und schrieb die Kirchenbücher für den Zeitraum 1664 bis 1825 komplett ab. Dazu kamen Forschungen in verschiedenen Adelsarchiven, mit deren Hilfe ein fast lückenloses Bild der älteren Geschichte entstand. Die Auswertung des Stadtarchivs mit Hilfe eines Arbeitskreises, bestehend aus Repetaler Bürgern, brachte wertvolle Ergänzungen zur Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.

Die Mitglieder des Arbeitskreises sammelten eifrig Informationen. Alleine die Sammlung von Karl Baumhoff brachte es auf mehr als 3000 Seiten Informationen, hauptsächlich zur Geschichte des Kirchspiels Dünschede. Auch Meinolf Deimel konnte einiges dazu beitragen. Für das Kirchspiel Helden waren Herbert Menke und Albert Schnepper aus Mecklinghausen besonders aktiv. "Die Schwierigkeit ist, das Material zu sortieren", bekräftigte Höffer. Auch bestehende Lücken müssen noch aufgearbeitet werden. Dringend werden noch Fotos der Häuser in Helden, Repe, Niederhelden und Berlinghausen aus der Zeit vor 1945 gesucht. Außerdem werden die Repetaler gebeten nachzusehen, ob sie noch alte Familienbilder haben, die sie zur Bebilderung des Buches leihweise zur Verfügung stellen wollen. Ein Anruf beim Stadtarchiv Tel. 02722/64420) reicht und die Bilder werden persönlich abgeholt und innerhalb von zwei Tagen wieder zurückgebracht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare