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Wettbewerb: WG-Haus der Caritas mit Lego nachbauen

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Von: Andrea Vollmert

Südsauerlandmuseum Attendorn Leiterin Monika Löcken Bürgermeister Christian Pospischil Model Hundertwasserhaus
Das Hundertwasserhaus in Wien ist eines der Exponate in der Ausstellung „Europäische Wahrzeichen“ im Südsauerlandmuseum. Renate Föhrdes (l.) und Frank Decker (r.) von der Caritas, Christian Pospischil und Monika Löcken warten aber auf Lego-Modelle des Hauses am Attendorner Sackhof mit der Senioren-WG. © Hartmut Poggel

Das Kind im Manne wird zwar nur indirekt angesprochen, aber der Wettbewerb von Caritaszentrum Attendorn und Südsauerlandmuseum zielt auf „Junge und jung Gebliebene“ ab: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sollen mit den allseits bekannten Lego-Bausteinen die neue „ambulant-betreute Wohngemeinschaft des Caritasverbandes für Senioren mit Demenz“ am Sackhof in Attendorn nachbauen.

Attendorn - Die Idee hatte Frank Decker, Pflegedienstleiter des Caritaszentrums in der Hansestadt: „Mir als jung gebliebenem Jungen sind die Lego-Steine nicht fremd. Da kam mir diese Idee, Kinder und Jugendliche diesen Lebensraum nachbauen zu lassen und sie damit für ein innovatives Attendorner Projekt zu begeistern. Und, auch das ist wichtig – das Thema Demenz kann so auch in Coronazeiten wieder zum Gespräch werden.“ Bei Monika Löcken, Kuratorin des Südsauerlandmuseums, lief Decker offene Türen ein. „Die Idee passt sehr gut in unsere Sonderausstellung ,Europäische Wahrzeichen‘, die Pappmodelle mit markanten Gebäuden, Kirchen oder Schlössern aus europäischen Ländern vereint.“ Die Lego-Modelle des Drei-Giebel-Hauses am Sackhof sollen in diese Ausstellung integriert werden.

Die Innenstadt braucht Leben mit und für alle Gruppen.

Bürgermeister Christian Popischil

Auch Attendorns Bürgermeister Christian Pospischil steht hinter dem Wettbewerb und dem ungewöhnlichen Wohnprojekt der Caritas: „Die Häuser erinnern ein wenig an mittelalterliche Bebauung, sind aber ein innovatives, neuartiges Projekt, mit dem Menschen, die ansonsten eher am Rande stehen, ein Zuhause mitten in der Stadt und dadurch auch Aufmerksamkeit erhalten. Und so muss es sein: Die Innenstadt braucht Leben mit und für alle Gruppen.“

Monika Löcken nimmt den Bastlern von vornherein die Angst: „Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, es geht nicht darum, einen Bauplan 1:1 umzusetzen, einigermaßen realitätsnah sollten die Objekte aber schon sein. Wobei ein 5-Jähriger sicher anders als ein 12- oder 17-Jähriger baut, das wird im Wettbewerb berücksichtigt.“

Stichtag ist 31. März

Einsendeschluss der Lego-Modelle ist Mittwoch, 31. März. Die Modelle können im Südsauerlandmuseum, Alter Markt, abgegeben werden. Monika Löcken: „Im Museum wird gearbeitet, auch wenn es keinen Publikumsverkehr gibt. Einfach klingeln, die Modelle werden dann von uns entgegen genommen.“ Namen, Adresse und Alter sollten angegeben werden. Der Sieger erhält einen Hansescheck über 100 Euro, einen 75-Euro-Hansescheck gibt‘s für Platz 2, Platz 3 wird mit einem Hansescheck von 50 Euro belohnt.

Die WG mit je elf Plätzen auf zwei Ebenen wird am 1. April bezogen, Interessenten können sich beim Caritasverband im Kreis Olpe melden.

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