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Treffen der Milchbauern

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Die Beauftragten des Bundes deutscher Milchviehhalter aus dem Kreis Olpe, Christoph Gerlach, Georg Schumacher und Michael Alterauge (v.l.), informierten die Milchbauern.  Foto: Miriam Graetz
Die Beauftragten des Bundes deutscher Milchviehhalter aus dem Kreis Olpe, Christoph Gerlach, Georg Schumacher und Michael Alterauge (v.l.), informierten die Milchbauern. Foto: Miriam Graetz

Viele lokale Milchbauern waren gekommen, um von dem Teamleiter des Bundes deutscher Milchviehhalter (BDM) im Kreis Olpe, Michael Alterauge, weitere Neuigkeiten und Vorgehensweisen im Thema Milchpreiserhöhung zu erfahren.

Die Lage ist ernst. Die Milchbauern benötigen unbedingt die 43 Cent pro Liter Milch, um überhaupt erfolgreich wirtschaften und auch zukunftssicher planen zu können, "und selbst 43 Cent sind kein großes Werk", so Michael Alterauge. In der letzten Zeit sind die Ausgaben um sieben Prozent gestiegen, da Diesel, Futter und auch Gerätschaften immer kostenintensiver werden. Durch den zehntägigen Lieferstopp an die Molkereien "haben wir ein Signal der Stärke gesetzt. Wir reden nun auf gleicher Augenhöhe", so Michael Alterauge.

Die Bereitschaft der Bevölkerung, zehn Cent mehr zu bezahlen, ist vorhanden. Es fehlt nur noch die Einwilligung und Unterstützung von Seiten der Politik. Den Molkereien wurde bereits im Dezember 2007 mitgeteilt, dass die Milchbauern mindestens 43 Cent benötigen. Jedoch ist der Lieferstopp erst einmal eingestellt worden. Gründe waren die angekündigte Einwilligung von Aldi, die Preise zu erhöhen, die erzielte Aufmerksamkeit in den Medien, aber auch bei der Politik, denn nun zeigt der Milchindustrieverband endlich die notwendige Gesprächsbereitschaft.

Doch neben der geforderten Preiserhöhung beharren die Milchbauern auch auf einer Quotendisziplin, die sogenannte Mengensteuerung, wobei nicht mehr Milch als vorgeschrieben geliefert werden darf, da es sonst zu einer Überlieferung kommt. Allerdings ist bis jetzt noch nichts schriftlich vereinbart und und fest beschlossen worden, doch geben die Milchbauern ihren Kampfgeist weiterhin nicht auf. "Wir wollen nicht streiken. Aber wir hatten keine andere Wahl." Nun muss erst einmal abgewartet werden — können jedoch keine Erfolge verzeichnet werden, müssen die Milchbauern wohl weitere Maßnahmen ergreifen, denn immerhin geht es um ihre Existenz.

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