Verhängnisvolle Abkürzung

Schwerer Unfall auf Bahnstrecke: Mann (20) von Zug erfasst und schwer verletzt

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Bei einem Unfall auf der Bahnstrecke in Attendorn wurde am Mittwoch ein Mann schwer verletzt. Er wurde auf den Gleisen von einem Zug erfasst. (Symbolbild)

Schrecklicher Unfall am Mittwochmorgen in Attendorn: Ein 20-jähriger Mann wurde von einem Zug erfasst. Er wollte seinen Weg zur Arbeit über die Gleise abkürzen.

Attendorn - Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Bundespolizei am Mittwoch gegen 7 Uhr im Bereich Attendorn-Biggen. Ein 20-jähriger Mann hatte demnach mit seinem Fahrrad einen Trampelpfad entlang der Bahnstrecke zwischen Finnentrop und Olpe genutzt, um eine Abkürzung zu einem Firmengelände zu nehmen. 

"Leider erfasste die Regionalbahn 92 den Mann und sein Fahrrad, da der Lokführer den Zug trotz Schnellbremsung nicht rechtzeitig zum Stehen bringen konnte", teilte die Bundespolizei am Mittwochnachmittag mit. 

Unfall in Attendorn: Bahnstrecke zeitweise gesperrt 

Beamten der Polizeiwache Attendorn begannen daraufhin mit der Unfallaufnahme, übergaben den Einsatz aber später an Kollegen der Bundespolizei aus Siegen, die für die Bahnstrecke zuständig ist. Der 20-Jährige war Angaben der Bundespolizei zufolge nach dem Unfall in Attendorn nicht ansprechbar, der Rettungsdienst brachte ihn in ein Krankenhaus. 

Die eingleisige Bahnstrecke zwischen Finnentrop und Olpe war knapp zwei Stunden lang für die Unfallaufnahme gesperrt. Die Bundespolizei leitete nach eigenen Angaben ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein: "Die Ermittlungen dauern an." 

Unfall in Attendorn: Polizei warnt vor Lebensgefahr

In diesem Zusammenhang weist die Bundespolizei ausdrücklich auf die Gefahren beim Überqueren und Betreten der Bahnanlagen hin. "Nutzen Sie die dafür vorgesehenen Übergänge und bringen sich nicht selbst in Lebensgefahr! Züge haben einen langen Bremsweg und können durch ihr Gewicht sowie die Geschwindigkeit erst nach einigen hundert Metern zum Stehen kommen", warnt die Bundespolizei. 

Erst im Februar war eine Frau zwischen Brilon und Marsberg von einem Zug erfasst und getötet worden. In Hagen wurde ebenfalls eine Person von einem Regionalexpress erfasst, doch danach verschwand sie spurlos.

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