"Verhüllung": Ausmaß des Gebiets erschreckte Bürger

Der Blick aus dem Flugzeug zeigte deutlich die Ausmaße des geplanten Industriegebietes im Eckenbachtal. Fotos: Anette Leusmann

Bürgerinitiative Eckenbachtal wies auf Umweltgefahren hin

Attendorn. (aleu)

Für großes Aufsehen sorgte gestern die Attendorner Bürgerinitiative Eckenbachtal mit ihrer "Verhüllungsaktion". Bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein leuchtete die mit Alufolie gekennzeichnete Fläche und war somit von allen erhöhten Punkten Attendorns gut sichtbar.Bereits um 7 Uhr morgens starteten die ersten Helfer, um die 32,4 Hektar große Fläche des "drohenden" Industriegebietes zu kennzeichnen. Die Mitglieder der Bürgerinitiative waren mit schwarzen T-Shirts "Keine Industrie im Eckenbachtal" leicht zu identifizieren.

Mit Hilfe von Stangen wurde die Folie von jeweils zwei Helfern ausgerollt. Zusätzlich kamen einige Traktoren zum Einsatz. Um kurz nach 11 Uhr war es geschafft: "Die haben alle super gearbeitet", freute sich Initiator Wendelin Heinemann, als die Ausmaße der vorgesehenen Fläche zu erkennen waren. Auf den von "Kyrill" zerstörten Wald wurde mit Pfeilen hingewiesen.

Immer wieder fanden sich Spaziergänger am Gut Ramacher ein, die sich über den Stand der Dinge Informierten. Ebenso groß war das Interesse auf der Biekhofer Höhe: Alle zeigten sich erschreckt, wie weit sich das Gebiet in das Gelände hineinzieht.

Die Mitglieder der Bürgerinitiative wiesen vor allem immer wieder auf die nach ihrer Meinung großen Gefahren für die Umwelt hin: "Am schlimmsten ist die Versiegelung des Bodens", erklärte Florian Rauterkus. "Dadurch kann Regenwasser nicht mehr versickern und es führt zu Überschwemmungen. Dagegen war die im Sommer letzten Jahres harmlos", bekräftigte er.

Doch nicht nur Gegner des Industriegebietes Eckenbachtal kamen zum Gut Ramacher. Auch Befürworter aus der Industrie setzten sich mit dem BI-Vorsitzenden Michael Schulte auseinander. Bürgermeister Alfons Stumpf folgte der Einladung ins Eckenbachtal jedoch nicht und hatte sich schriftlich entschuldigt.

Die Mitglieder der Bürgerinitiative Eckenbachtal führten zur Kaffeezeit noch Diskussionen und informative Gespräche mit interessierten Besuchern. Danach traten alle Helfer wieder zum Abräumen der Folie an.

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