"Version 1927" feiert 80. Geburtstag

Stellvertretend für die ganze Familie lädt Thomas Bilsing zum Burgfest am 16. und 17. August auf die Burg Schnellenberg ein. Foto: Miriam Graetz

Mit einem Anschreiben von Norbert Bilsing im Jahre 1927 an die Familie von Fürstenberg, Besitzer der Burg Schnellenberg, begann die Dynastie der Familie Bilsing als Pächter der Burg, die bis heute noch immer erfolgreich anhält.

Denn die "Version 1927" von Norbert Bilsing war, die damalige Ruine Burg Schnellenberg wieder aufzubauen um aus ihr einen Luftkurort zu machen. Das komplette Vorgebäude war eine Ruine, wobei das obere Gebäude bereits als Jugendherberge genutzt wird. Norbert Bilsing überzeugte die Inhaber mit seiner Idee und wird am 24. April 1928 Pächter der Burg und der Jugendherberge. Jedoch konzentriert sich Norbert Bilsing vorerst noch weiterhin auf die Landwirtschaft und betreibt die Jugendherberge und eine zusätzlich beantragte und eingerichtete Gastwirtschaft eher in einem kleineren Rahmen. Die Burg Schnellenberg gilt als "Sommerfrische", dient also für einen Erholungsurlaub auf dem Land. 21 Jahre später, im Jahre 1949, werden weitere landwirtschaftliche Nutzgebäude ausgebaut und zudem eröffnet Therese Bilsing, Norbert Bilsings Frau, im unteren Gebäude eine Pension. In den nachfolgenden Jahren kommen die Schloss-Schänke und der Gartenbetrieb hinzu und im Jahre 1957 gibt die Familie Bilsing die Landwirtschaft auf, um sich voll und ganz auf den Pensionsbetrieb, die Gastwirtschaft und ihre Gäste konzentrieren zu können. Denn die Burg liegt der Familie besonders am Herzen und besonders Norbert Bilsing hatte immer besonders viele kreative Ideen.

Aufgrund einer guten Freundschaft zu dem Künstler und Maler Bernd Templin, ließen sich einige Verschönerungen verwirklichen. So verzierte Templin mit den gemalten Wappen den "Wappenkeller" und brachte auch einige Kostbarkeiten und Antiquitäten von seinen Reisen in Spanien mit ins Sauerland. Durch solche Gegebenheiten und auch durch Zufälle wuchs die Burg auch in seiner Einrichtung und in seiner Besonderheit, und wurde auch heute noch immer weiter mit Liebe zum Detail ausgestattet. Um gerade dem heutigen Zeitgeist zu folgen, wurde erst vor kurzem ein Wellnessbereich eingerichtet.

Wer an der Burg und an ihrer Geschichte interessiert ist und einen schönen Sommerabend in besonderer Atmosphäre verbringen möchte, der ist bei dem Burgfest, das zu diesem Jubliäum am 16. und 17. August ausgerichtet wird, genau richtig. Geboten wird am Samstag, 16. August, jede Menge Live-Musik im Innenhof der Burg mit der Band "Alan and the Greenstones". Ein Höhepunkt an dem Abend bildet das Höhenfeuerwerk, und danach wird zur "Blauen Stunde" und Jam-Music in den Wappenkeller eingeladen.

Am Sonntag startet ab 11 Uhr der Musikalische Frühschoppen mit Swing und Jazz, Bernd Kämpfert Sound und Easy-Listening-Music mit der St.-Ursula-Big-Band. Zudem bieten die angebotenen Burgführungen und ein Museumsrundgang die Möglichkeit, sich die Burg einmal genau anzusehen. Auch die Kinder sind mit Animation und einem Kinderfest bestens versorgt.

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