Vorbereitungen zur neuen Ausstellung „Sonne, Mond und Sterne“

Südsauerlandmuseum in Attendorn öffnet wieder seine Türen

Neue Ausstellung Sonne Mond Sterne Südsauerlandmuseum Attendorn
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Derzeit laufen die Vorbereitungen zur neuen Ausstellung rund um Sonne, Mond und Sterne im Südsauerlandmuseum auf Hochtouren.

Die niedrigen Corona-Inzidenzen machen es möglich: Das Südsauerlandmuseum in Attendorn ist ab dem 1. Juni wieder für den Publikumsverkehr geöffnet.

Attendorn - Nicht nur der Einzelhandel und die Außengastronomie profitieren von den immer weiter sinkenden Fallzahlen der Corona-Pandemie. Auch das Südsauerlandmuseum in Attendorn kann nun ab sofort die Türen öffnen und empfängt wieder Besucher in der Ausstellung. Am bevorstehenden Feiertag Fronleichnam, 3. Juni, gelten die Sonntagsöffnungszeiten von 13 bis 18 Uhr.

Zurzeit bereitet das Team die Ausstellung „Sonne, Mond und Sterne“ vor, die ab dem 22. Juni präsentiert wird. Der 20. und 40. Besucher kann sich als kleines Geschenk auf einen kostenlosen virtuellen Mondspaziergang freuen.

Zum Inhalt der Ausstellung: Alle lieben „Sonne, Mond und Sterne“, sie haben die Phantasie beflügelt, Religionen gestiftet und die Naturwissenschaften initiiert. Seit Galileo weiß man, dass der Heimatplanet ein kleiner Zufluchtsort für das Leben im großen Universum ist. Sein Fernrohr öffnete den Blick in den Himmel.

Die Sonne ist Licht- und Wärmequelle und der Mittelpunkt des Sonnensystems. Mit dem Pluto sind es neun Planeten, die sie umkreisen. Die Sonne besitzt 99 Prozent der gesamten Masse des Sonnensystems und ihr Durchmesser beträgt 1,4 Millionen Kilometer. Das Sonnenmodell in der Ausstellung mit dem gebogenen Leucht-Display bringt die Besucher ganz nahe an die Sonne heran.

Sonnenaufgang und –untergang, die Neigung der Erdachse zur Sonne geben den Takt der Tages- und Jahreszeiten vor. Deshalb waren die auf die Sonne bezogenen Zeitintervalle auch die ersten Kalender. Die ältesten Kulturen der Welt, von denen nachgewiesen ist, dass sie sich mit der Berechnung von Kalendern beschäftigen, lagen in Mesopotanien und am Nil. Hier verkörperte die Sonne die höchsten Gottheiten. Der große, fast 5000 Jahre alte Steinkreis von Stonehenge beispielsweise diente unter anderem auch dem Zweck, den Tag der Sommersonnenwende zu bestimmen, ebenso wie in Deutschland die vermutlich fast 7000 Jahre alte Kreisgrabenanlage von Goseck in Sachsen-Anhalt.

Außer dem Merkur und der Venus besitzen alle Planeten einen oder mehrere Monde. Die kulturelle Rolle des Erdmondes für die Menschheit und vor allem die physikalisch astronomische Bedeutung, sind unumstritten. Besonders bei der Entwicklung der Zeitrechnung kommt dem Mond besondere Bedeutung zu. in der Ausstellung werden die Mondphasen in einem interaktiven Modell simuliert. Es gibt auch eine Mondgläubigkeit, die das Fällen von Bäumen bis hin zu chirurgischen Operationen von Stand des Mondes abhängig machen will.

Die Mondphasen sind Grundlagen für Zeitbeschreibungen. Beim christlichen und jüdischen Kalender kommen Elemente des Mond-Sonnen-Kalenders, auch Lunisolarkalender genannt, zum Tragen. Die Berechnung des richtigen Datums für Ostern ist ein Beispiel für die Kombination.

In Geschichten und im Film wurden Reisen ins Weltall vorgedacht. Filmemacher machten sich daran, die Legenden rund um Sterne und Planeten zu visualisieren. Heute sind seit der ersten Reise zum Mond schon fünfzig Jahre vergangen und die Menschheit hat den Planeten Mars ins Visier genommen.

Mit Hilfe von Augmented Reality Station gehen die Besucher auf „Planetenreisen“ zum Jupiter, Saturn und Mars. In „virtual Reality“ können sie einen „Saturnflug absolvieren“ und die „Mondlandung“, erleben. „Wir sehen uns selbst im Raumanzug vor der Landefähre und können verschiedene Experimente ausführen. …wir schreiben das Jahr 2021. Begleiten Sie uns auf der Expedition ins All“, lädt das Team des Südsauerlandmuseums zum Besuch ein.

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