Zehn Jahre Tafel

Auf zehnjähriges Bestehen blickt die Attendorner Tafel zurück. Aus diesem Anlass lädt die evangelische Gemeinde am heutigen Sonntag, 22. Februar, um 10 Uhr zu einem Festgottesdienst in die Erlöserkirche ein. Die Predigt hält Superintendent Klaus Majoress, anschließend Empfang im Gemeindehaus.

Pfarrer Dr. Christof Grote schildert seine ersten Eindrücke in der Hansestadt: "Im Herbst 1997 habe ich eine Pfarrstelle als Gemeindepfarrer in Attendorn angetreten. Eine erschütternde Erfahrung haben meine Frau und ich mit dem Einzug ins Pfarrhaus machen müssen: An unserer Haustür standen fast jeden Tag Menschen, die nach einem Butterbrot oder anderen Lebensmitteln fragten. Ein besonderes Problem waren dabei Menschen — zumeist Frauen —, die von mehreren Kindern erzählten, die zum Haushalt gehören und ebenfalls unter der Armut leiden."

Diese Situation habe dazu geführt, dass er einen Einzelhändler dafür gewinnen konnte, von der Gemeinde ausgestellte Lebensmittelgutscheine zu akzeptieren.

Der Einzelhändler war über das Ausmaß der Not so erstaunt, dass er anbot, nicht mehr verkäufliche Lebensmittel zur Verteilung an Bedürftige zur Verfügung zu stellen. Mit Hilfe der Sozialarbeiterin Heike Schäfer vom Diakonischen Werk in Plettenberg konnte damit eine Lebensmittelausgabe vor Weihnachten 1998 organisiert werden.

Inzwischen sind es pro Ausgabetermin etwa 350 bis 400 Menschen, die durch die Tafel unterstützt werden. Möglich ist dieses Angebot durch Spenden und 30 ehrenamtliche Mitarbeiter.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare