Stilisiertes Stadttor errichtet

Zwei Stelen aus Cortenstahl verschönern jetzt auch das Niederste Tor

Stele Stadttor Niederstes Tor Attendorn
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Im Niedersten Tor wurden am Mittwoch die zwei 4,5 Meter großen Stelen aufgebaut.

Es hat nur eine gute halbe Stunde gedauert, da standen die beiden über 4,5 Meter großen Stelen am Niedersten Tor – zumindest jeweils eine Hälfte der modernen Stadttore. Die Planung und Herstellung hat im Vorfeld ungleich mehr Zeit in Anspruch genommen.

Attendorn - Im Rahmen eines Ideenwettbewerbs hatten Attendorner Bürger 2016 die Möglichkeit, ihr Vorstellungen einzubringen. Die damals eingereichten Ideen haben die Planer der Stadtverwaltung in der endgültigen Version natürlich berücksichtigt.

Hier galt es, eine klare, schlichte, zeitlose und einheitliche Formensprache zu verwenden. Außerdem sollte das Material zusätzlich auf die Vergänglichkeit hinweisen. „Ein stilisiertes Stadttor sollte natürlich auch der Orientierung sowie der Information dienen – und dies sowohl für Einheimische als auch für die Besucher und die Touristen der Hansestadt“, erklären die Planer. Die Überlegungen für den Entwurf gingen schnell in die Richtung einer ganz einfachen Form einer senkrechten Stele, als Material fiel die Entscheidung auf Cortenstahl. Um die Informationen nicht nur am Tage sichtbar zu machen, stand von Anfang an fest, die Stele zu beleuchten. Hier kommt innovative Technik zum Einsatz, die verschiedenste Möglichkeiten der Beleuchtung bietet. Durch ein Steuerprogramm soll beispielsweise der Eindruck entstehen, dass das Lichtband von der einen auf die andere Seite wechselt und so die beiden Stelen optisch miteinander verbindet.

Nach vielen Überlegungen und umfangreichen Planungen stand das Erscheinungsbild der Stelen, die – wahrscheinlich bis zum Sommer – an allen vier Stadttoren aufgebaut sein werden, fest. Um nun die Größe und die Proportionen an den Standorten besser beurteilen zu können, baute der Baubetriebshof ein Modell im Maßstab 1:1 und stellte es probehalber am Niedersten und am Ennester Tor auf.

Ende 2020 hatte die Stadt die ersten beiden Stelen im Ennester Tor aufgebaut und seither begrüßen sie Besucher, die sich aus nördlicher Richtung der Innenstadt nähern. Hier ist bereits die moderne Technik im Einsatz. Am Mittwoch kamen nun die beiden Elemente im Osten der Stadt, am Niedersten Tor, hinzu. Innerhalb kürzester Zeit hatten Mitarbeiter der Attendorner Firma Geschwinde die rund 450 Kilo schweren Vorderseiten der Stelen mit der Aufschrift „Niederstes Tor“ aufgerichtet und auf dem Sockel befestigt. Gemeinsam mit der Rückseite, auf denen die beleuchteten Infotafel untergebracht sind, wiegt eine Stele stolze 650 Kilo.

In der kommenden Woche soll die komplizierte Technik in den Stelen verbaut werden. Bis zum Spätsommer werden die stilisierten Stadttore in gleicher Form am Wassertor und am Kölner Tor folgen.

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