Zusammenarbeit der Uni Siegen und der Sekundarschule Olpe-Drolshagen

Amerikanische Politik macht deutsche Schule

Die Schüler hatten die Möglichkeit, amerikanische Politik an die Sekundarschule Olpe-Drolshagen zu holen.
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Die Schüler hatten die Möglichkeit, amerikanische Politik an die Sekundarschule Olpe-Drolshagen zu holen.

Deutschland hat mitgefiebert als die Vereinigten Staaten von Amerika am 3. November ihren 46. Präsidenten gewählt haben. Die Zeit vor den Wahlen und bis zur offiziellen Verkündung des Wahlsieges von Joe Biden war geprägt von großer Spannung in den USA. Die amerikanische Gesellschaft war in zwei Lager gespalten.

Drolshagen/Olpe - Auch in den deutschen Medien wurde ausführlich über die Wahl und ihren Ausgang berichtet. Mit Joe Bidens Sieg schrieb seine Vizepräsidentin Kamala Harris Geschichte. Sie ist nicht nur die erste Frau, sondern auch die erste Person mit jamaikanischen und süd-asiatischen Wurzeln, die dieses wichtige Amt besetzt.

Im Zuge der Zusammenarbeit zwischen der Universität Siegen und der Sekundarschule Olpe-Drolshagen hatte die Schule die einmalige Gelegenheit zur Teilnahme an einem Projekt des Amerika-Hauses in Köln und damit die Möglichkeit, amerikanische Politik in die Schule zu holen.

Zwei Mitglieder des amerikanischen Repräsentantenhauses, Congresswoman Susan Brooks und Former Representative Jim McDermott, beantworteten in einer Videokonferenz Fragen der Schüler. Congresswoman Brooks ist Mitglied der Partei der Republikaner und Former Representative McDermott ist Demokrat, die Schüler konnten also auch ihre zwei zum Teil sehr unterschiedlichen Sichtweisen und Meinungen kennenlernen.

Die Videokonferenz wurde mit Grußworten des Landtagsabgeordneten Jochen Ritter aus Olpe und Professor Dr. Ingo Witzke der Uni Siegen eröffnet. Souverän moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. Benjamin Becker, dem Geschäftsführer des Amerika-Hauses in Köln.

Viele wichtige Themen

Ziel des Projekts AmerikaHaus@School ist es, Schüler über aktuelle Themen aus Politik und Wirtschaft zu informieren und Freude und Interesse an der amerikanischen Kultur zu vermitteln, indem Redner in deutschen Schulen über ihre Heimat informieren. Es kamen viele wichtige Themen zur Frage, die die Schüler brennend interessierten, wie zum Beispiel die durch Diskriminierung ausgelösten Proteste in den USA, der damit zusammenhängende Wunsch mancher Amerikaner finanzielle Mittel der Polizei zu streichen, erneuerbare Energien, Waffengesetze, die Corona-Pandemie, der amerikanische Traum und der damit verbundene Freiheitsgedanke in der amerikanischen Kultur.

Natürlich wollten die Schüler auch wissen, was die beiden Kandidaten von dem neu gewählten Präsidenten Joe Biden halten. Nur die Frage zur Area 51 konnte oder wollte Jim McDermott nicht so genau beantworten.

Die einzigartige Möglichkeit der Teilnahme an diesem Projekt war ein voller Erfolg und gerade jetzt, direkt nach der Wahl des neuen amerikanischen Präsidenten, war der Austausch mit einer amtierenden und einem ehemaligen Vertreter der amerikanischen Regierung sehr spannend und aufschlussreich.

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