Bürgergespräch im Heimathaus

Autonom durch die Rosestadt:  E-Bus „Emily“ kommt nach Drolshagen

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Bürgermeister Uli Berghof präsentierte beim Bürgergespräch den E-Bus „Emily“.

Drolshagen. „Bürgergespräch“ nennt sich der traditionelle Austausch zwischen Bürgermeister und Bürger in Drolshagen zur Besprechung allgemeiner Herausforderungen, denen die Kommune im neuen Jahr begegnen wird. Auch in diesem Jahr luden der Leiter des Drolshagener Heimatvereins, Dr. Stephan Schlösser, und Bürgermeister Uli Berghof am Mittwochabend dazu ein, an Planungen für 2019 und einem anschließenden Gedankenaustausch teilzunehmen.

Ein besonderes Highlight steht bereits in Kürze an: Im März kommt der Berliner E-Bus „Emily“ probeweise für einige Tage nach Drolshagen. „Emily“ ist ein autonomer Elektrobus des französischen Unternehmens EasyMile. Das Besondere: „Emily“ braucht keinen Fahrer und lässt sich per App bestellen. 

„Hier fahren wir alle Auto, solange wir können. Abgesehen von den Schulbussen sind die Busse meistens leer und fahren warme Luft. Mit diesem E-Bus könnten wir irgendwann nach 2019 schadstofffrei und ohne die Belastung von irgendwelchen Arbeitskräften die Menschen bequem von A nach B befördern“, erläuterte Bürgermeister Uli Berghof. 

„Ich hatte ja ,Drolli’ als Namen für den Kleinbus vorgeschlagen, aber weil das Auto auch in Siegen-Wittgenstein eingesetzt werden soll, passt der Name nicht so ganz“, erzählte das Stadtoberhaupt lächelnd. Mithilfe eines Filmes bekamen die Bürger einen Eindruck von dem kleinen, kompakten, gelben Fahrzeug. Eine Pilotphase läuft aktuell in Berlin. „Und wenn ,Emily’ tatsächlich einmal den Weg nach Drolshagen findet, können wir ein kleines Einweihungsfest planen“, so Berghof abschließend. 

Im Allgemeinen geht der ökologische Trend des Landes nicht an Drolshagen vorbei: Durch die Unterstützung eines Investors werden „Windparks“ entstehen, um „Wildwuchs“ – wie Ulrich Berghof die Gefahr zu weit verteilter Windenergiekraftwerke bezeichnete – zu verhindern. 

Veranstaltungen am Marktplatz geplant 

Weiterhin steht die Sanierung öffentlicher Gebäuden auf dem Plan. Der letzte Hauptschuljahrgang ist ausgelaufen, die neue Sekundarschule muss ausgestattet werden. „Schule ist anders geworden“, stellte der Bürgermeister fest, „Wir müssen uns anpassen und Drolshagen wieder zu einem attraktiveren Lernort machen.“ Die Kommune plant ebenfalls in den Gebäuden der Feuerwehr in Drolshagen und Iseringhausen zusätzliche Unterstellmöglichkeiten für Katastrophenschutzfahrzeuge sowie neue Umkleiden zu errichten. 

Weitere Themen waren die Zukunft des Drolshagener Stadtbades und das Grundstück des ehemaligen Bahndamms. Außerdem sollen junge Menschen wieder nach Drolshagen und Umgebung ziehen. Dazu hoffe die Kommune auf Änderungen im Landesentwicklungsplan, um zusätzliches Bauland schaffen zu können.  Schließlich soll auch die Unterhaltung und das kulturelle Leben in Drolshagen nicht zu kurz kommen: „Wir haben eine wunderschöne Fachwerkhaus-Fassade rund um den Marktplatz herum. Die soll nicht einfach nur stehen.“ So sind auch in diesem Jahr wieder facettenreiche Veranstaltungen geplant. „Außerdem werden wir, um das bunte Durcheinander endlich zu regeln, Parkflächen einzeichnen lassen, auf denen zwei Stunden geparkt werden kann“, berichtete der Bürgermeister weiter.

Am Ende blieb Zeit für Anregungen und Bedenken der Bürger. Nicht umsonst heißt dieser Abend „Bürgergespräch“: Weil sich Bürgermeister und Bürger auf Augenhöhe begegnen. Denn beide investieren in die Zukunft Drolshagens.

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