Globale Verantwortung

Drolshagen will „Fairtrade-Stadt“ werden

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Drolshagen. Fairer Handel durch gerechte Produktionsbedingungen sowie soziale und umweltschonende Handelsstrukturen spielt auch auf lokaler Ebene eine wichtige Rolle. Die Stadt Drolshagen will den fairen Handel fördern und strebt nun den Titel „Fairtrade-Stadt“ an.

Im Rahmen der Bewerbung zur LEADER-Region haben die Kommunen Drolshagen, Attendorn, Olpe und Wenden vor zwei Jahren beschlossen, sich gemeinsam um den Titel „Fairtrade-Region“ zu bemühen. Voraussetzung ist, dass zwei Drittel der Einwohner der LEADER-Region in „Fairtrade-Towns“ leben. Während Attendorn den Titel bereits seit dem Jahr 2011 trägt, will die Rosestadt nun nachziehen. 

Doch dafür müssen fünf Kriterien erfüllt werden. Zuerst muss ein Ratsbeschluss vorliegen, dass bei allen Sitzungen Fairtrade-Kaffee und ein weiteres Produkt wie Kekse oder Tee aus fairem Handel verwendet werden. In der Stadtverordnetenversammlung am vergangenen Donnerstag wurden diese Punkte einstimmig beschlossen. Weiterhin muss eine Steuerungsgruppe gebildet werden, die die Aktivitäten vor Ort koordiniert. Als Vertreter der Kommune wurde Andreas Wintersohl bestimmt. Als Partner konnte bereits die KjG St. Clemens gewonnen werden. 

Außerdem müssen in Drolshagen mindestens vier Einzelhandelsgeschäfte und zwei Gastronomiebetriebe jeweils mindestens zwei fair gehandelte Produkte anbieten. Punkt vier beinhaltet die Verwendung von Fairtrade-Produkten in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen sowie Bildungsaktivitäten zum Thema. Letztes Kriterium ist die regelmäßige Berichterstattung in den Medien. Nach zwei Jahren wird dann überprüft, ob die Kriterien weiterhin erfüllt sind.

„Der Prozess ist ein Laufender“, erklärte Bürgermeister Uli Berghof. Die Zertifizierung Drolshagens ist Grundlage für die Anerkennung der LEADER-Region als Fairtrade-Region.

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