Nur noch wenig Zeit

Fahrradprüfung „light“: Lösung in Aussicht

Es tut sich was: Der Schulpflegschaftsvorsitzende Stephan Blöcher mit seinem Sohn Justus (4a). Die Chancen auf die Durchführung der Radfahrausbildung von Justus und seinen Mitschülern sind gestiegen.
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Es tut sich was: Der Schulpflegschaftsvorsitzende Stephan Blöcher mit seinem Sohn Justus (4a). Die Chancen auf die Durchführung der Radfahrausbildung von Justus und seinen Mitschülern sind gestiegen.

Unter der Überschrift „Politik am Schüler vorbei“ hat der SauerlandKurier in der vergangenen Woche über die aufgrund der neuen Coronavorgaben der Landesregierung nicht stattfinden könnende Radfahrausbildung der Drolshagener Gräfin-Sayn-Grundschule berichtet. Nun ist Bewegung in die Sache gekommen.

Drolshagen - Der Schulpflegschaftsvorsitzende Stephan Blöcher ist nach den Reaktionen auf den in der vergangenen Woche veröffentlichten Artikel voll des Lobes: „Ich hätte nicht gedacht, dass dieses Thema so viele Menschen bewegt und sich so viele mit uns in Verbindung setzen. Alle konnten unser Unverständnis und unsere Wut verstehen, bei vielen ging es sogar so weit, dass sie uns direkt ihre Hilfe oder Ausweichorte angeboten haben.“

Schulleitung, Schulpflegschaft und die Polizei hätten inzwischen alle Optionen geprüft und „durchgespielt“, mussten jedoch einigen Ideen eine Absage erteilen, da sich diese nicht mit dem Schulgesetz, den Versicherungs- und Haftungsbedingungen oder sonstigen Gesetzen, Regelungen und Verordnungen vereinbaren ließen.

Prüfung des Sachverhaltes

Blöcher weiter: „Selbst die Bezirksregierung hat mich kurz nach der Veröffentlichung noch einmal angerufen und mir nochmals versichert, dass man die jetzt getroffene Entscheidung sowie den kompletten Sachverhalt noch einmal gemeinsam mit dem Schulministerium prüft und man guter Dinge sei, dass die Radfahrprüfungen in NRW doch noch stattfinden können.“

Der Schulpflegschaftsvorsitzende habe daraufhin noch einmal auf die Dringlichkeit der Sache hingewiesen, „denn schließlich ist es bis zum Beginn der Sommerferien nicht mehr ganz so lang und wer weiß, wie es nach dem seit gestern geltenden neuen Infektionsgesetz überhaupt mit Präsenzunterricht in den nächsten Wochen aussieht.“

Für den Fall, dass es nach hinten doch zu zeitlichen Problemen kommt, hat man sich an der Gräfin-Sayn-Schule dazu entschlossen, eine Fahrradprüfung „light“ anzubieten.

Das heißt die eigentliche Fahrstrecke wird gekürzt, so dass man für die Beaufsichtigung der Fahrstrecke mit drei Lehrerinnen sowie einem Polizisten auskommt.

„Damit könnten wir unseren Schülerinnen und Schülern wenigstens noch einen kleinen praktischen Teil bieten“, freut sich Blöcher.

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