Handlungsbedarf bei Spiel- und Bolzplätzen

Gemeindeprüfungsanstalt NRW präsentiert Ergebnisse für Stadt Drolshagen

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Drolshagen – Bereits zu Beginn der Stadtverordnetenversammlung in Drolshagen gab es positive Nachrichten: stabile Einwohnerzahlen, sehr gute Sozialstruktur, starkes bürgerschaftliches Engagement, gutes Arbeitsplatzangebot sowie gute Verkehrsanbindungen – so stellte die Gemeindeprüfungsanstalt (gpaNRW) die Ausgangssituation der Rosestadt dar.

Ein Team hatte in der Zeit von Juni 2018 bis März 2019 die Themenbereiche Finanzen, Schulen, Sport, Spielplätze und Verkehrflächen auf den Prüfstand gestellt. Simone Kaspar, Vize-Präsidentin der Gemeindeprüfungsanstalt, präsentierte gemeinsam mit Projektleiter Antonius Keils sowie gpa-Prüfer Markus Daschner am Donnerstag im Rat die wichtigsten Ergebnisse und Handlungsempfehlungen. 

„Drolshagen ist ein attraktiver Ort, der gut angebunden ist und die Einwohnerzahl halten kann“, erklärte Projektleiter Antonius Keils. Markus Daschner lobte „die gute Arbeit, die im Finanzbereich geleistet wurde“. Während es im Zeitraum zwischen 2010 und 2015 noch negative Ergebnisse gab, konnte die Haushaltssicherung in 2016 vorzeitig verlassen werden. Doch die Stadt ist überdurchschnittlich hoch verschuldet. „Die Stadt Drolshagen hat schon in vielen Bereichen gute Konsolidierungsbeiträge erarbeitet. Um den Haushalt nachhaltig auf gesunde Füße zu stellen, ist es erforderlich, diesen Weg konsequent weiterzugehen. Dabei sollte der Erhalt des für die Aufgabenerfüllung erforderlichen Anlagevermögens immer im Blick behalten werden“, erklärte Vize-Präsidentin Simone Kaspar. 

Handlungsbedarf sehen die Prüfer unter anderem bei den 45 Spiel- und Bolzplätzen: „Aus wirtschaftlicher Sicht sind weniger, dafür gut ausgestattete Spielplätze günstiger. Zudem wird das attraktivere Angebot besser angenommen“, heißt es im Bericht. Dank eines großen Vereinsengagements bei der Errichtung und der Pflege der Sportplätze sei die Haushaltsbelastung der Stadt vergleichsweise niedrig. Die Anzahl der Sportplätze solle verringert werden, wenn einzelne Plätze nicht mehr genutzt werden, oder wenn größere Sanierungsmaßnahmen erforderlich werden. 

Im Bereich Verkehrsflächen empfehlen die Prüfer, dass die Stadt „von der jetzigen baulichen Unterhaltungsstrategie auf eine Erhaltungsstrategie mit regelmäßigen Instandsetzungen umstellen“ sollte. „Das aktuell eher ruhige finanzwirtschaftliche Fahrwasser müssen wir nutzen, den strengen Konsolidierungskurs nicht nur beizubehalten, sondern um zusätzliche Möglichkeiten zu erweitern. Hierzu enthält der Prüfungsbericht der gpaNRW durchaus einige Empfehlungen, mit deren Umsetzung wir uns in naher Zukunft ernsthaft beschäftigen wollen und müssen. Denn nur eine solide Liquiditätslage erlaubt es, die angefallenen Kassenkredite wieder abzubauen und vor uns stehende erhebliche Investitionen vor allem in Gebäude und Straßen zu finanzieren“, so Bürgermeister Uli Berghof.

Den ausführlichen Prüfbericht gibt es auf der Homepage der Stadt Drolshagen oder der Website der gpaNRW.

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