„Kreisschützenbund Olpe first“

Schützen treffen sich zum Delegiertentag in Hunswinkel

+
Der neu gewählte oder im Amt bestätigte Vorstand und Beirat (v.l.): Markus Brüggemann (stellvertretender Kreisschatzmeister), Christian Ratte (Beirat für Olpe), André Arenz (Kreisgeschäftsführer), Jannik Schäfter (Jungschützensprecher), Markus Bröcher (Kreisoberst), Frank Arens (Beirat für Attendorn), Thomas Hengstebeck (Kreisschießmeister), Johannes Behle (Beirat für Kirchhundem), Thomas Hardenacke (ausgeschiedener Beirat für Olpe). 

Hunswinkel. Die Schützen der 72 Mitgliedervereine des Kreisschützenbundes Olpe trafen sich in der Listerhalle in Hunswinkel zum Kreisdelegiertentag. Ausrichter war der Schützenverein „Zur Listertalsperre“ (Hunswinkel). So kam es in diesem Jahr zu der Besonderheit, dass die Versammlung des Kreisschützenbundes Olpe auf dem Gebiet des Märkischen Kreises stattfand.

„Wir können sicher auf eine gute bis sehr gute Schützensaison 2016 zurückblicken. Die eingeschlossenen Schützenbruderschaften /-vereine /-gesellschaften berichten, dass die Schützenfeste hinsichtlich Besucherzahlen und wirtschaftlichen Erfolg wieder durchweg gut verlaufen sind“, eröffnete Kreisoberst Markus Bröcher den Kreisdelegiertentag. Mit Blick auf die politische Lage gab er jedoch auch zu bedenken, dass das Jahr 2016 auch ein Jahr der unerwarteten Wahlausgänge und gestiegenen Terrorangst war. Daher beschäftigte sich auch der Jahresbericht des Kreisvorstandes mit der Frage, welche Aufgaben die Schützen in dieser Zeit übernehmen können.

Mit dem Leitgedanken „Für Glaube, Sitte und Heimat“ vertrete man dabei Werte, die es möglich machen für die freiheitlich demokratische Grundordnung auf christlichem Fundament klar einzutreten. Anschließend begrüßte Maik Homuth, der Vorsitzende des gastgegebenden Schützenvereins „Zur Listertalsperre“, die Anwesenden an der – nach eigenen Worten – „Côte d’Azur von Attendorn“.

Landrat Frank Beckehoff freute sich über den Kreisdelegiertentag als Möglichkeit des Gedankenaustausches und freundschaftlichen Miteiander für die Schützen der Vereine in der schützenfestlosen Zeit. Er würdigte die 72 Schützenvereine des Kreisschützenbundes Olpe als Markenzeichen unserer Heimat: „Sie sind ein wichtiger, nicht wegzudenkender Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in unserem Kreis.“

Drolshagens Bürgermeister Uli Berghof sprach die Besonderheit an, dass u.a. er, als Bürgermeister Drolshagens, die Schützen in Hunswinkel, auf dem Gebiet der Stadt Meinerzhagen, begrüßen durfte. Mit einem Grinsen fügte er hinzu, dass er sich anbieten würde, demnächst auch in Olpe zu sprechen, um zu zeigen, wer den Titel Kreisstadt wirklich verdient habe. Bundesoberst Martin Tillmann lobte, dass die Schützenvereine auch in der modernen, sich immer stärker vernetzenden Gesellschaft einen fest umrissenen Platz für Jung und alt bieten würden und bedankte sich für das dafür notwendige ehrenamtliche Engagement. Auch er betonte, dass es in einer „immer verrückter werdenden Welt“, die von so „Halbstarken“ wie Trump, Erdogan oder auch Putin regiert wird, wichtig sei, dass die Schützen zusammenrücken und zusammenhalten. Er beendete seine Rede daher passend mit den Worten des US-Präsidenten: „Kreisschützenbund first!“.

André Arenz, der Kreisgeschäftsführer, stellte den Geschäftsbericht für das Jahr 2016 vor. Er wies dabei insbesondere auf die bereits auf Hochtouren laufenden Vorbereitungen für das Kreisschützenfest und auf die vom Kreisschützenbund neu erstellte Fahne hin. Im Jahresbericht hob Kreisoberst Markus Bröcher das soziale Engagement des Kreisschützenbundes hervor. So wurde im letzten Jahr bei dem alljährlichen Treffen der Wappenbildträger eine Spende in Höhe von 2250 Euro gesammelt, die zu gleichen Teilen an den Warenkorb in Altenhundem, Finnentrop, Attendorn und Olpe übergeben wurde. Außerdem konnte im Rahmen des Sozial-Fonds des Kreisschützenbundes Olpe, aus dem jährlich einer sozialen Einrichtung der sieben Städte und Gemeinden des Kreises Olpe eine Spende zufließt, ein Betrag von 500 Euro an die Grundschule Kirchhundem für ein Zirkusprojekt übergeben werden.

Im Rahmen einer Satzungsänderung wurde aufgrund des mit den gestiegenen Sicherungsbedingungen verbundenen Aufwandes der Vorstand um einen Kreisschießmeister erweitert. Bei den anschließenden Wahlen schenkten die Delegierten dann für dieses Amt Thomas Hengstebeck ihr Vertrauen. Er war seit 2013 Mitglied im Beirat. Da er seit 1982 als Sportschütze aktiv ist, bringt er die perfekten Voraussetzungen für sein Amt mit. Thomas Hengstebeck übt damit als Erster dieses neue Vorstandsamt aus.

Bei den weiteren Wahlen wurden André Arenz als Kreisgeschäftsführer und Markus Brüggemann als stellvertretender Kreisschatzmeister bestätigt. Wiedergewählt wurde auch Johannes Behle als Beiratsmitglied für Kirchhundem. Frank Arens (Schützenverein St. Margareta Ennest), der amtierende Kreisschützenkönig, wurde für den im April 2016 verstorbenen Siegbert Hessmann als neuer Beirat für Attendorn gewählt. Christian Ratte (St. Sebastianus Schützenverein Olpe) ersetzt Thomas Hardenacke, der nicht zur Wiederwahl bereit stand, als Beiratsmitglied für Olpe. Neuer Jungschützensprecher ist Jannik Schäfer.

Delegiertentag des Kreisschützenbundes Olpe in Hunswinkel

Kommentare