Klanglicher Wandel

Michael Baust gibt als Dirigent gelungenen Einstand

Michael Baust dirigierte zum ersten Mal die Musikfreunde Schreibershof.

Schreibershof. Wie schon in den vielen Jahren zuvor, eröffneten die Jungen Musikfreunde das Frühlingskonzert der Musikfreunde Schreibershof in der Hunswinkler Listerhalle, nachdem der Vorsitzende Klaus-Michael Becker das Publikum kurz aber herzlich begrüßt hatte.

Mit drei Musikvorträgen zeigte der Nachwuchs, was er in den vergangenen Monaten unter der Leitung des Dirigenten des Nachwuchsorchesters Stephan Reising eingeprobt hatte. Nach einer Zugabe übernahm dann Michael Baust den Dirigentenstock für den weiteren Konzertabend. Wenn sich überhaupt jemand im vergangenen Jahr bei der Taktstockübergabe fragte, ob Rainer Wolniczaks Schuhe nicht doch zu groß seien, kam beim Konzertabend der Musikfreunde Schreibershof schnell zu der Erkenntnis: Mitnichten. Den verdienten Pensionär und Ehrendirigenten sieht man weiterhin gut gelaunt im Flötenregister musizieren. 

Vor allem aber erlebten über 400 begeisterte Zuschauer, dass das rund 60-köpfige Orchester aus dem Schreibershofer Grund auch einen klanglichen Wandel vollzogen hat. Beeindruckte es früher mit teilweise enormer klanglicher Wucht, so erlebt man nun einen Klangkörper, der durch mehr Ausgewogenheit und Durchsichtigkeit besticht, ohne dabei an Kraft zu verlieren. Ob bei der romantischen Ouvertüre „Die Felsenmühle“, oder der prächtigen „Appalachian Overture“. Stimmung und Atmosphäre wurden in Ton und Dynamik immer getroffen. Herausragend aber waren das Tongemälde „Pilatus, Mountain of Dragons“ und die Filmmusik zu „The last of the Mohicans“ in einer Bearbeitung von Erik Mast. Gerade hierbei wusste der Schlagwerker Thomas Bieker als neuer Moderator das Publikum auf die Musikstücke einzustimmen. 

Die Konzertmärsche „Euphoria“ und „The Liberty Bell“ rundeten den musikalischen Abend ab. Und mit „Toto in Concert“ endete das Programm mit einem echten Sahnehäubchen der Rock- und Popmusik. Hierbei rollten die Brüder Christopher und Patrick Heuel an Bass bzw. Schlagzeug einen Rhythmusteppich aus, der dem Original in nichts nachstand. Das übrige Orchester kam entsprechend zur Entfaltung und das Publikum bedankte sich mit Ovationen. 

Nach zwei Zugaben überließ man den weiteren Abend dann aber der Band „Friends on fire“, mit der weiter in den Mai gefeiert und getanzt wurde.

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