Talsperre wird abgesenkt 

Ruhrverband setzt Instandsetzung der Lister-Staumauer fort

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Der Wasserpegel der Listertalsperre wird nach den Sommerferien um vier Meter abgesenkt.

Kalberschnacke/Listersee – Nach dem Ende der NRW-Sommerferien beginnt der Ruhrverband mit der Sanierung des Bruchsteinmauerwerks der über 100 Jahre alten Listerstaumauer, und zwar auf der zur Listertalsperre ausgerichteten Seite. Die der Biggetalsperre zugewandte Mauerfläche ist bereits in den Jahren 2016 bis 2018 in mehreren Bauabschnitten instandgesetzt worden.

Da die Staumauer auf der Listerseite im Regelbetrieb bis kurz unter die Mauerkrone eingestaut ist, muss die Talsperre für die nun beginnenden Arbeiten um rund vier Meter abgesenkt werden. In einer ähnlichen Größenordnung wurde der Stauspiegel in vergangenen Wintern zur Bekämpfung der Wasserpflanze Elodea abgesenkt. 

Wasserpegel um vier Meter abgesenkt

Um Badegäste und sonstige Erholungssuchende vor dem Hintergrund des coronabedingt verstärkten Besucheraufkommens nicht mehr als unbedingt nötig in ihren Aktivitäten einzuschränken, beginnt der Ruhrverband mit der Baumaßnahme erst nach den Schulferien. Auf einem rund vier Meter breiten Streifen der nördlichen Mauerhälfte werden unterhalb der Mauerkrone zunächst alle Fugen ausgestemmt, lockere Steine verankert und die Fläche gestrahlt. Anschließend wird das Bruchsteinmauerwerk neu verfugt. Damit der markante Charakter des Bruchsteinmauerwerks erhalten bleibt, werden die Köpfe der einzelnen Steine nach dem Zuspritzen direkt wieder freigekratzt und abschließend durch Sandstrahlen gereinigt. 

Lebensgefahr beim Betreten der trockenen Uferabschnitte

Die Arbeiten an diesem Mauerabschnitt kosten rund 120.000 Euro und werden voraussichtlich im Spätherbst dieses Jahres abgeschlossen sein. Die durch die Absenkung trockenfallenden Uferabschnitte sind nicht tragfähig und dürfen auf keinen Fall betreten werden. Insbesondere an den Zuläufen besteht Lebensgefahr.

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