Einsatz im Stall

Tierrettung „Groß“: Feuerwehr hilft gestürztem Pferd wieder auf die Beine

Feuerwehreinsatz in Drolshagen: Feuerwehr stellt gestürztes Pferd wieder auf die Beine.
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Feuerwehreinsatz in Drolshagen: Feuerwehr stellt gestürztes Pferd wieder auf die Beine.

Ein Pferd stürzt und kann sich nicht allein wieder aufrichten. Die Feuerwehr rückt an. Am Ende herrscht Erleichterung. 

Drolshagen - Das Wochenende begann für Britta Dehne mit einem Riesenschreck: Am Freitagabend wurde sie gerufen, weil ihr Pferd offenbar im Eingang des Stalles in Drolshagen ausgerutscht war, und sich nun nicht selbst aufrichten konnte. Mit vereinten Kräften versuchten mehrere Helfer, dem betagten Lettland-Warmblut wieder auf die Beine zu helfen, doch nach etwa einer halben Stunde war klar: Hier wird die Feuerwehr gebraucht. Die wurde gegen 20 Uhr mit dem Stichwort „TH2 - Tierrettung Groß“ alarmiert. Für die etwa 15 Feuerwehrleute ein Einsatz, den sie nicht häufig haben, obgleich Rettungen von großen Tieren aus Notlagen gerade in ländlichen Gebieten durchaus vorkommen.  

Die Einsatzkräfte wussten bei diesem Einsatz in dem Pferdestall in Köbbinghausen sofort, was zu tun ist. Dabei wurde die Strategie der Ersthelfer beibehalten, nun mit den richtigen Werkzeugen und noch mehr „Manpower“. Mit Seilen und Schläuchen wurde der Wallach Atrax soweit angehoben, dass eine Folie unterlegt werden konnte, und dann wurde das ehemalige Voltigierpferd vorsichtig zurück in den Stall geschoben. Dort gelang es dem stattlichen Tier mit etwas Unterstützung selbst wieder aufzurichten. 

Glücklich: Besitzerin Britta Dehne mit Wallach Atrax, der sich nicht allein aus seiner misslichen Lage hatte befreien können.

Zur Erleichterung der zahlreichen Helfer und der überglücklichen Besitzerin hat Atrax, der auf dem Anwesen seinen Ruhestand genießt, den Vorfall ohne nennenswere Verletzungen überstanden. Der Tierarzt war nach eingehender Untersuchung zufrieden mit seinem Patienten: „Einige Hämatome werden sich sicher bilden. Aber das ist alles harmlos“. Damit das 27 Jahre alte Pferd mit seinen arthrosegeschwächten Knochen keine Schmerzen hat, bekam es vom Arzt noch einige Spritzen verpasst. 

Das nahm der „berufsbedingt“ ohnehin ruhige Atrax erstaunlich gelassen hin, wie überhaupt die ganze Aufregung im Stall. Auch die anderen Pferde blieben trotz der „Action“ am Freitagabend in ihren Boxen tiefenentspannt. Nachdem die Feuerwehrleute ihre Werkzeuge verstaut und den Rückweg angetreten haben, gab es für den Geretteten noch einen Spaziergang über den Hof, dann war für alle Beteiligten Nachtruhe angesagt. 

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