Turmbläser eröffnen Markt

„Zuhause in Frenkhausen“: 15. Franziskusmarkt lockt mit buntem Angebot

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Die „Häkeltanten“ präsentieren Aufkleber für die Einheimischen.

Frenkhausen. Was mag eine Schneemannsuppe sein? Arina Stamm aus Wenkhausen verrät es gerne: „Das ist ein leckerer, heißer Kakao. Die Mischung dazu, inklusive der Anleitung, verkaufe ich hier.“ „Hier“ heißt in diesem Fall auf dem 15. Franziskusmarkt rund um die St. Franziskus -Xaverius-Kapelle in Frenkhausen. Schön geschmückte Stände gruppieren sich um eine kleine Feuerstelle, die Besucher bleiben gerne stehen, um zu plaudern und lauschen den Turmbläsern, die mit ihrer Musik zur Eröffnung des kleinen, feinen Marktes spielen.

Bei Arina Stamm und ihrem Ehemann gibt es neben der Schneemannsuppe beschriftete Bilder mit Sprüchen und eine große Laterne, die mit ihrem Sinnspruch das schöne Leben beschwört. Ein paar Schritte weiter gibt es knusprige Waffeln, noch ein Stückchen mehr in Richtung Kapelleneingang stehen die „Häkeltanten“. 

Was einst mit gehäkeltem Schmuck für das Schützenfest im Ort begann, ist inzwischen zu einer regelrechten Image-Kampagne für den kleinen Ort im Drolshagener Land geworden. Nicole Sondermann lacht als sie Gläser, bedruckt mit Ausdrücken aus dem Sauerland, zeigt, dazu Aufkleber und Metallschilder mit dem prägnanten Satz: „Zuhause in Frenkhausen“ Wie sie verrät, fahren inzwischen die Autos der Häkeltanten alle mit dem Aufkleber herum. 

Handgefertigte Kränze als Verkaufsschlager

Die „Tuppertussen“ hingegen denken schon an die Zeit nach Weihnachten. Bei ihnen gibt es kleine Beutel, die „Silvester to go“ betitelt sind und alles beinhalten, was man beim Jahreswechsel so braucht. Der Verkaufsschlager seien aber die handgefertigten Kränze, sagt Lydia Barthel, während schon wieder ein Kranz die Besitzer wechselt. 

Jäger Peter Mester verführt die Besucher ein Stück weiter mit Wildfleisch und Griebenschmalz zu einer leckeren Pause. Da er auch mit Holz arbeitet, zeigt der Frenkhauser seine Tische und Frühstücksbretter aus Kirsche, Apfel und Pflaume. Der Holzduft ist betörend, die Tische verführen dazu, über das glatte Holz zu streicheln. 

15. Franziskusmarkt in Frenkhausen

Allerdings wird es nun unruhig vor dem Kapelleneingang, denn die Kinder des Kindergartens stehen in den Startlöchern. Schnell werden sie mit Flügeln und Sternen ausgestattet und dann beginnt das Stück auch schon. Die kleinen Engel stellen fest, dass die Krippe für das Jesuskind einem „Saustall“ gleicht und schwingen tatkräftig Mopp und Besen, spenden Heu und Stroh und führen die Tiere zum Stall. Als alles fertig ist, singen sie das Lied „Stern über Bethlehem“ und sind noch nicht entlassen. Ein Gruppenfoto zeigt eine lachende Engelschar. 

Bis in den späten Nachmittag hinein bleibt der Markt Treffpunkt und Ort zum Austausch.

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