"Es war alles schwarz"

Der Chorraum der St.-Georgs-Kirche in Schöndelt erstrahlt wieder in festlichem Glanz. Foto: Friedhelm Tomba

Heute vor einem Jahr stand in Schöndelt das Dorfleben still. Der helle Schein der kleinen St.-Georgs-Kirche hatte sich in eine schwarze Rußwalze verwandelt. In den frühen Morgenstunden setzte ein technischer Defekt die Krippe in Brand.

Das Holz des Stalls, das mehrere hundert Jahre im Gebälk der St.-Georgs-Kirche in Schliprüthen verbaut gewesen und durch das Geschick des Krippenbauers Wilhelm Feldmann zu Jesu’ Geburtsstätte umfunktioniert worden war, wurde ein Opfer der Flammen.

Hitze und Rauch fraßen sich durch das Gotteshaus. "Es war alles schwarz und voller Ruß. Es war kaum noch etwas zu gebrauchen, sogar auf den Orgelpfeifen hatten sich Hitzeblasen gebildet." Johannes Reuter war als Löschgruppenführer der Feuerwehr mit vor Ort und wird den besonderen Schöndelter "Jahrestag" nicht mehr vergessen. Egal ob Altarkreuz, Kirchenboden oder Gesangbücher: Frühling, Sommer und Herbst standen im kleinen Bergdorf für aufwendige Renovierungsarbeiten.

Was zum Ende der Weihnachtszeit vor einem Jahr zerstört wurde, stand erst mit Beginn der Adventszeit wieder zu Verfügung.

Die Freude war groß, die Kirchgänger konnten im Licht der ersten Kerze nach langer Zeit endlich wieder gemeinsam Gottesdienst feiern. Die Erinnerungen an den dramatischen Tag vor 365 Tagen werden heute in das kleine Bergdorf zurückkehren.

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