Aufatmen bei den Schützen im SSB

„Es denkt niemand daran Ihnen die Gemeinnützigkeit abzuerkennen“

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Aufatmen bei Schützen: Die Gemeinnützigkeit wird wohl erhalten bleiben.

Kreis Olpe/Hochsauerlandkreis. MdB Patrick Sensburg und der NRW-Finanzminister Lutz Lienenkämper diskutierten jetzt mit Vertretern unterschiedlicher Vereine über die Sorgen und Probleme des Ehrenamtes. Dabei konnte Lutz Lienenkämper vor allem den Schützenvereinen eine große Sorge nehmen.

Eingeladen in den Bürgersaal des Rathauses Brilon hatte der heimische Bundestagsabgeordnete Professor Dr. Patrick Sensburg (CDU). Ziel des Ganzen sei es, einige Punkte die den Vereinen das Leben schwer machen, herauszufinden und zu benennen um somit auch in Düsseldorf und Berlin etwas ändern zu können.

Gerade das Thema Gemeinnützigkeit bereitet den Verantwortlichen viel Kopfzerbrechen. Hintergrund ist eine Pressemitteilung des Bundesfinanzhofes, der man entnehmen konnte, dass beispielsweise Schützenvereinen und Bruderschaften die Gemeinnützigkeit aberkannt werden könne, da sie nur Männer als Mitglieder aufnehmen. Hier konnten aber sowohl Sensburg als auch Lienenkämper die Anwesenden beruhigen: „Es denkt niemand daran Ihnen die Gemeinnützigkeit abzuerkennen“, so Lutz Lienenkämper.

Die Pressemitteilung sei „einfach unglücklich verfasst gewesen“ und beziehe sich auf ein Urteil, dass der Freimaurerloge die Gemeinnützigkeit aberkannte. Das sei definitiv ein großes Missverständnis gewesen.

Die Freimaurerloge sei etwas komplett anderes, da diese sich zur Gesellschaft abgrenze und nur rein interne Interessen verfolge, so Patrick Sensburg und Lutz Lienenkämper unisono. Lienenkämper führte weiter aus, dass bei Schützenvereinen genau das Gegenteil der Fall sei: „Hier kommen viele Menschen verschiedenen Alters aus verschiedenen Kulturen zusammen, sodass der Zusammenhalt der Gesellschaft das Schützenfest erst ausmacht.“

Auch das Thema Bürokratie beschäftigte die eingeladenen Gäste sehr. Ein Vertreter führte aus, dass dieses auch das Finden von Nachwuchs und vor allem von Kandidaten für Vorstände zunehmend erschwere. „Bürokratie gibt es überall zuviel und ganz bestimmt auch im Ehrenamt“, so Lienenkämper und sagte den Vereinen gleichzeitig seine Hilfe zu, diese hohen Bürokratiehürden abbauen zu wollen.

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