Weringhauser auf Suzuki „Bandit“ unterwegs

„Biker-Opa“ Hartmut Laake mit 80 topfit

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Hartmut Laake aus Weringhausen liebt auch als „Achtziger“ das „Wohlgefühl“ und seine „Suzuki Bandit 600.“ 

Weringhausen. Was macht man, wenn sich nach der Feier zum 80. Geburtstag die drei Kinder und sieben Enkelkinder verabschiedet haben? So mancher „Opa“ setzt sich auf‘s Sofa, genießt wieder die Ruhe mit seiner „Oma“ und gönnt sich ein Gläschen Rotwein. Das ist nichts für Hartmut Laake.

Der frischgebackene „80er“ legte sich eine knallrote „Suzuki Bandit 600“ zu. Die 78 PS starke Maschine wartet mit einer Spitzengeschwindigkeit von 220 Kilometern auf. „Kein Problem, die bin ich schön öfter gefahren.“ Hartmut Laake muss es wissen, die Suzuki nimmt in der hauseigenen Motorradliste den 14. Platz ein. Wie alle dreizehn Boliden vorher, erfüllt auch diesmal das PS-starke Zweirad den sehnlichsten Wunsch des Oldi-Bikers: „Wenn man mit einem Motorrad unterwegs ist, stellt sich ganz einfach ein Wohlgefühl ein.“ 

Ehefrau Christel hat ihren Mann so kennen gelernt: „ Wenn die Sonne scheint, ist er unterwegs." 57 Jahre ist das Paar verheiratet. „Man muss sich arrangieren.“ 

Hartmut Laake verschlug es durch die Wirren des 2. Weltkrieges von Breslau ins Sauerland. Mit „null“ ging es von vorne los, 1957 bekam er von einem Bauern aus Rönkhausen eine „Triumph 125“ geschenkt. „Die wollte keiner haben, ich habe das ungefederte Dingen wieder flott gemacht.“ Kurze Zeit später ging es mit der „NSU Quickly“ und einer „DKW Hummel“ und den Freunden Achim Jopke (Bamenohl, heute wohnhaft in der Türkei) und dem verstorbenen Peter Tusche (Lenhausen) auf große Tour. „Es waren tolle Zeiten, wir haben mehr als 200.000 Kilometer zurückgelegt. Italien, Frankreich und Moto-Cross vor der Haustür, es war eine wunderschöne Zeit.“ 

Viermal im Jahr mehrtägige Fahrten

In Gegensatz zu vielen Zeitgenossen, die im vorgerückten Alter nur in der Erinnerung leben, blickte Hartmut Laake immer nach vorne. Durch die Mitgliedschaft im Motorradclub Finnentrop reiften Gruppenfahrten. „Viermal im Jahr geht es mit dem Club auf mehrtägige Fahrten.“ Auf der Anmeldeliste der Biker steht dann weder Vor- noch Hausname. „Genau wie auf dem Bierdeckel bei abendlicher Geselligkeit steht da auch immer nur ,Opa´ drauf.“ Der „Opa“ aus Weringhausen ist gut drauf – auch als Handwerker ist er ein viel gefragter Mann. Seit mehr als 20 Jahren bekleidet er den Posten des Hüttenwartes im SGV-Heim in Bamenohl. Jeden Mittwoch dreht er mit der Seniorenabteilung des SGV seine Runden. Ganz ohne Motorradkleidung –ohne Feuerstuhl; per Pedes. „Das hält fit. Ich gehe auch regelmäßig alleine auf Wanderschaft. Zehn Kilometer am Tag müssen es sein.“ 

Die Frühjahrstour mit den „Bikern“ des MC Finnentrop ist längst gebucht. „Im Mai geht es in Richtung Bamberg.“ Auf der Teilnehmerliste steht „Opa“ und „Suzuki Bandit 600.“

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