„Ein erfolgreiches Jahrzehnt“

Bürgermeister Heß lässt Dekade vorüber ziehen und vergibt Jugendbürgerpreis 2020

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Die von Bürgermeister Heß (4.v.l.) mit dem Jugendbürgerpreis 2020 geehrten „Working Hands“ aus Finnentrop und die Kolpingfamilie aus Heggen präsentieren ihre Urkunden.

Finnentrop - Nicht nur auf das abgelaufene Jahr, sondern auf die komplette vergangene Dekade blickte Bürgermeister Dietmar Heß beim Neujahrsempfang der Gemeinde Finnentrop zurück. Er nutzte den Empfang, um den Jugendbürgerpreis 2020 an die Kolpingfamilie Heggen und die Finnentroper „Working Hands“ zu übergeben.

„Dieses letzte Jahrzehnt war ein erfolgreiches für die Gemeinde Finnentrop, vielleicht gar das erfolgreichste in der noch jungen 50-jährigen Geschichte unserer Gemeinde“, so der Bürgermeister. Als Beispiele nannte er die Beseitigung des Bahnübergangs und die damit einhergehende Neuordnung des Bahnhofsumfeldes sowie die Umsetzung des Lenneparks, der Radwege von Bamenohl bis Lenhausen, des Bike-Parks und die Umgestaltung der Lenne in Bamenohl. Auch die Sanierung des Zentrums in Finnentrop hob er positiv hervor. „Unser Schulcampus ist so gut wie fertig, die Umgestaltung der Kopernikusstraße hat mit dem ersten Kreisel bereits Gestalt angenommen, in diesem und im nächsten Jahr wird es mit der Straße und schließlich der Sanierung des Rathauses weitergehen“, betonte Heß. 

Höhepunkte „in einem tollen Jubiläumsjahr“ waren die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Gemeindebestehen mit Neujahrsempfang 2019, Festakt in der Mensa des Schulzentrums sowie das dreitägige Bürgerfest. „50 Jahre sind ein vergleichsweise kleines Jubiläum, das wir also – so glaube ich – würdig und angemessen gefeiert haben.“ 

Kampf um die Gemeinschaftsschule 

Als weniger oder nicht gelungen betrachtete der Bürgermeister, den „im Ergebnis erfolgreichen Kampf der beiden Nachbarkommunen Lennestadt und Attendorn gegen die bereits aussichtsreich am Start befindliche Gemeinschaftsschule“ sowie die gescheiterte Komplettierung des Radrings durch den Lenhauser Tunnel: „Großzügig war die Gemeinde einst einem Verein entgegengekommen, als es dann um das Wohl der Allgemeinheit ging, wurde der Spieß herumgedreht, plötzlich hieß es, ,die große Gemeinde gegen den armen kleinen Verein‘, leider war auch hier die Haltung der Kommunalpolitik nicht immer hilfreich.“ 

„Wie in der Manege“ 

Beim Thema Windkraft hätte sich Heß mehr Unterstützung gewünscht. „Die Umsetzung von teils einstimmigen Beschlüssen ist auch Aufgabe von Kommunalpolitik, wir sind uns manchmal vorgekommen wie in der Manege: Aus dem Zuschauerraum wird uns zugeschaut, und ab und zu allenfalls der Daumen gesenkt. Die Unterstützung in schwierigen Debatten hat sich jedenfalls in Grenzen gehalten.“ 

Die Geehrten durften sich ins Gästebuch der Gemeinde eintragen, hier Luisa Peuker.

Über die Umsetzung des Handlungskonzepts Zentrum werde mit dem Umbau der B236 ein weiteres Stück Radweg fertiggestellt. Die Gestaltung des Kreisels am Beginn der L539 und die Attraktivierung der Sauna im Finto seien beschlossen. Zudem seien der Neubau des Feuerwehrhauses und der Umbau der Festhalle in Finnentrop auf dem Weg. Das Dorfhaus in Ostentrop sei soweit fertig. „Wir unterstützen parallel das Projekt von Rot-Weiß Ostentrop-Schönholthausen für ein neues Sportheim. Der Lennepark soll um eine Bewegungsmeile ergänzt werden und der Neubau der sogenannten Thyssen-Brücke steht ebenfalls an.“ Auch die Attraktivierung der Gemeinde als Wohn- und Wirtschaftsstandort, der Breitbandausbau, die Optimierung der Verkehrsinfrastruktur sowie ein Service-Portal für Bürger stehen laut Heß auf der Agenda. 

Idee eines Finnentroper Klimabündnisses

Um künftig den CO2-Ausstoß zu mindern, kündigte Bürgermeister Heß an, in den kommenden Wochen zur Bildung eines „Klimabündnisses für Finnentrop“ aufzurufen. „Nicht nur Grün fordern, sondern auch Grün handeln. Ich rufe alle, die guten Willens sind, auf, mitzudenken oder mitzumachen.“ 

Der Jugendbürgerpreis 2020

„Mehr als verdient“ hatten sich Kolpingfamilie Heggen und Finnentroper „Working Hands“ die Auszeichnung mit dem Jugendbürgerpreis 2020. Ihre 72-Stunden-Aktion im „Bund der Deutschen Katholischen Jugend“ begann die Kolpingfamilie mit einer großen Menschenkette in Herzform, ehe sie ein „Nationen-Buffet“, einen Grillabend und schließlich ein Generationen-Frühstück umsetzte. Die Finnentroper Jugendlichen renovierten den Kirchensaal der Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk. Beide Initiativen erhielten eine Urkunde und ein Sauerländer Flachgeschenk. Die Initiatoren durften sich zudem ins Gästebuch der Gemeinde Finnentrop eintragen.

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