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Im Kampf gegen Corona: Atemschutzmasken selber nähen

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Nicole Bicher aus Bamenohl möchte viele Menschen zum Mitmachen bewegen. Hinten links ist ihre Näh-Ecke zu erkennen, in der sie täglich bis zu 20 Masken produziert.
Nicole Bicher aus Bamenohl möchte viele Menschen zum Mitmachen bewegen. Hinten links ist ihre Näh-Ecke zu erkennen, in der sie täglich bis zu 20 Masken produziert.

Finnentrop - Nicole Bicher aus Bamenohl hat ein Video auf YouTube hochgeladen, in dem sie Schritt für Schritt erklärt, wie Atemschutzmasken selbst genäht werden können. Damit möchte sie möglichst viele zum Mitmachen animieren.

„Wenn ich es mit dem Video schaffe, auch nur ein Menschenleben zu retten, dann haben wir alle schon voll gewonnen“, sagt die 37-Jährige über ihre Motivation für dieses Projekt. Natürlich ist ihr bewusst, dass selbstgenähte Masken keine medizinischen Produkte sind beziehungsweise nicht denselben Schutz bieten, wie professionelle Masken. Und dennoch: „Eine selbstgenähte Maske ist immer noch besser als gar keine Maske“, meint Nicole Bicher. Ihre Schutzmasken dienen vor allem dazu, dass der Träger keine Viren weitergibt, ein Selbstschutz sei die Maske dagegen nicht. 

Die Idee kam der passionierten Hobby-Näherin beim Grübeln über die Corona-Krise. Das Wegwerfprodukt Atemschutzmaske könnte irgendwann knapp werden, warum dann nicht selbst tätig werden – so ihr Gedanke. Gesagt, getan. Inzwischen näht die Bamenohlerin rund 20 Masken am Tag und verschenkt sie an Familie, Freunde und Bekannte. Nun will sie im Kampf gegen das Coronavirus möglichst viele zum Mit-Nähen bewegen. „Der Vorteil dieser Masken ist, sie sind waschbar.“

Fast in jedem Haushalt gebe es eine Nähmaschine und mit dem verständlichen Video sei die Eigenproduktion gar nicht mehr so schwer. „Je öfter diese Masken dann getragen werden, umso besser“, so Nicole Bicher, die empfiehlt, die Schutzmasken so oft wie möglich zu waschen. Außerdem empfiehlt die Mutter Moltonstoff zum Nähen zu verwenden, der sei „besonders für Atemmasken geeignet und werde mit jedem Waschgang besser.“ Natürlich gehe das aber auch mit normalem Stoff. Ihr 16-minütiges Video, das sie Anfang der Woche hochgeladen hat, haben schon fast 1000 Menschen gesehen. Nicole Bicher hofft, dass viele von ihnen inzwischen fleißig die Nähnadeln in der Hand haben.

Nicole Bicher ist gerne bereit, für Geschäfte oder andere Einrichtungen, in denen es zu Kundenkontakt kommt, ihre Atemschutzmasken kostenlos anzufertigen. 

Wer hier dringenden Bedarf hat, kann gerne unter info@bicher-home.de Kontakt aufnehmen.

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