Neue Pächter fürs Finto-Bistro

Ehepaar Kim und Rafael Wulff setzen auf Nachhaltigkeit

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Vorfreude auf die Eröffnung des Bistros (v.l.): Alfons Peterschulte, Sonja Pott (beide in der Gemeinde Finnentrop im Bereich Soziales, Familie Bildung und Sport), Bürgermeister Dietmar Heß sowie die Pächter Kim und Rafael Wulff.

Finnentrop – Kim und Rafael Wulff betreiben bereits seit April 2019 das Eiscafé „Im Hörnken“ am Finnentroper Rathaus. Nun stellen sie sich einer neuen Herausforderung und übernehmen auf Anfrage der Gemeinde die Pacht für das Bistro im Erlebnisbad Finto. Das Bistro wird am 18. Februar eröffnet.

Bürgermeister Dietmar Heß erklärte bei der Vorstellung der neuen Pächter, dass sich Eiscafé und Bistro toll ergänzen werden. Zudem sei es eine „Win-Win-Situation“ für beide Seiten. Das Bistro bekommt neue Besitzer und Kim und Rafael Wulff können ihre Produktion in die Küche des Bistros im Erlebnisbad verlagern. 

Der erste Probelauf während der Mitternachtssauna in der vergangenen Woche war bereits ein voller Erfolg. 

Nachhaltigkeit 

Die Eheleute Wulff möchten ihr bewehrtes Konzept der Nachhaltigkeit auf das Bistro übertragen. „Wir haben lange nach einer optimalen Lösung für die Abfallreduktion gesucht. Anstatt herkömmliche Pommesschalen und Gabeln aus Plastik zu nutzen, haben wir uns für die Alternative der Mehrwegpommesschalen und Edelstahlgabeln entschieden. Nachhaltigkeit wird bei uns groß geschrieben“, erzählt Rafael Wulff. 

Regionalität 

Das Ziel der neuen Pächter ist, möglichst regionale Produkte zu verwenden. Dies fängt bei der Bratwurst von einem Elsper Metzger oder bei Backzutaten wie Mehl an und geht bis zur selbstgemachten Currywurst. „Uns ist die Frische der Lebensmittel sehr wichtig“, erwähnt Kim Wulff.

Neue Speisekarte 

„Deshalb haben wir nun eine kleinere Speisekarte als zuvor. Jedoch möchten wir von dem Klischee der einfachen Pommesbude weg kommen und bieten deshalb auch Flammkuchen und andere Leckereien an. Demnächst sollen auch Torten und Eis auf der Speisekarte stehen“, sagt Kim Wulff. 

Damit kein Lebensmittel verschwendet wird, nutzt das Ehepaar die App „Too Good To Go“, bei der die Kunden sich überschüssige, preislich reduzierte Lebensmittel abholen können und sie nicht entsorgt werden müssen. 

Optische Veränderung 

Aber nicht nur auf die Nachhaltigkeit wird viel Wert gelegt. Auch optisch hat sich das Bistro verändert. Statt der alten dunkelroten Wände bringt jetzt ein freundliches Grün wieder Leben ins Haus. 

An den Wänden hängen zudem selbstgemalte Bilder des benachbarten kjk-Hauses. „Wir möchten den Kindern und Jugendlichen etwas zurückgeben. Hier können viele Leute ihre tollen Gemälde betrachten“, erzählt Rafael Wulff stolz. 

„Die für das Hörnken charakteristische Sauerlandkarte darf natürlich im Bistro nicht fehlen, auch wenn sie hier etwas kleiner ist“, ergänzt seine Frau. Das Team besteht aus 16 Mitarbeitern. Alle packen an und helfen mit. Auch wenn es um die Produktion geht. 

Eingangsmöglichkeit 

„Der Eingang zu dem Bistro ist vorläufig nur den Schwimmbad- und Saunabesuchern möglich. Es verhindert lange Wartezeiten für die Kunden. Ein anderer Aspekt ist, dass man aus Hygienegründen nicht mit der Straßenkleidung ins Schwimmbad darf. Es wäre trotz allem schön, wenn das Bistro irgendwann für jeden zugänglich ist“, so der Bürgermeister. 

Besucher und Kunden 

Die Besucherzahlen des Eiscafés beispielsweise seien enorm gewachsen, erzählen die neuen Pächter. Samstags und sonntags kommen rund 400 bis 500 Besucher bei gerade einmal 50 Sitzplätzen zusammen. 

„Eine wichtige Einnahmequelle für das Bistro werden vor allem die Saunagäste des Finto sein. Aufgrund des Umbaus wird diese vermutlich bis Ende des Jahres geschlossen bleiben. Dadurch werden einige Kunden weg fallen. Aber das soll im kommenden Jahr durch die Neueröffnung der Sauna wieder aufgeholt werden“, meint Heß.

Öffnungszeiten 

  • Montag und Donnerstag geschlossen 
  • Dienstag, Mittwoch und Freitag von 15 bis 19 Uhr 
  • Samstag von 12 bis 19 Uhr 
  • Sonntag von 11 bis 19 Uhr

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