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„Ehrenamtspreis 2018“ der Gemeinde Finnentrop: 23 neue Preisträger gekürt

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Manuela Padberg (l.) hielt die Festansprache, Peter Melchers, der Camino-Hospizdienst und Ilka Rawe (vorn, 3.v.r.), wurden mit dem „Ehrenamtspreis 2018“ der Gemeinde Finnentrop geehrt.
Manuela Padberg (l.) hielt die Festansprache, Peter Melchers, der Camino-Hospizdienst und Ilka Rawe (vorn, 3.v.r.), wurden mit dem „Ehrenamtspreis 2018“ der Gemeinde Finnentrop geehrt. © Hartmut Poggel

Lenhausen/Finnentrop. 300 Frauen und Männer aus der Gemeinde Finnentrop füllten am Donnerstagabend die Schützenhalle in Lenhausen. Eines haben alle gemeinsam: ihr ehrenamtliches Engagement, das sie mit vielen weiteren Personen in den Finnentroper Orten teilen. 23 unter ihnen galt die besondere Aufmerksamkeit; sie wurden mit dem „Ehrenamtspreis 2018“ der Gemeinde Finnentrop gewürdigt.

Bürgermeister Dietmar Heß lobte die „Ehrenamtler“, die durch ihren freiwilligen Einsatz „die Gesellschaft bilden“ und „unsere Gemeinde so lebenswert machen“. Heß: „Ehrenamtliches Engagement hält unsere Gesellschaft zusammen. Viele Hände sorgen, oft im Verborgenen, dafür, dass eine große Sache entsteht. Wie ein Mosaik setzen sich die kleinen Aufgaben zusammen, die von den Mitgliedern und Ehrenamtlern freiwillig und uneigennützig organisiert oder selbstständig erbracht werden.“ Zwei aus dieser Kategorie sind Ilka Rawe und Peter Melchers.

Ilka Rawe aus Lenhausen ist seit zehn Jahren Vorsitzende des Frauenchors „LenneKlang“ Lenhausen, vor 31 Jahren als „Frauenchor Lenhausen 1987“ gegründet. Der Chor wurde 2017 umstrukturiert, nicht zuletzt ein Verdienst von Ilka Rawe, die dafür sorgte, dass es mit den „LenneKids“ einen Kinder-, und mit „LenneSound“ auch wieder einen Jugendchor im Ort gibt. Ilka Rawe gewann dafür Chorleiter und stellte auch eine solide Finanzierung auf die Beine. Damit nicht genug: Unter dem Titel „LenneBühne“ integrierte sie die kfd-Theatergruppe in das Chorangebot und bildete aus diesem kulturellen Angebot einen Gesamtverein mit Namen „LenneArt Lenhausen“, dessen Vorsitzende sie ebenfalls ist.

Peter Melchers ist „Mister VdK“ in Finnentrop, setzt sich für die Belange Behinderter ein und sorgt dafür, dass sie im Rathaus und an deren zuständigen Stellen auch Gehör finden. Melchers ist Mitglied im AK Soziales der Lokalen Agenda 21 und bewies, so Dietmar Heß in seiner Laudatio, „schon als Sachkundiger Bürger sein Verständnis von ,Engagement von dem Menschen für den Menschen‘“. Untrennbar ist auch laut Bürgermeister die Fahrradwerkstatt im Begegnungszentrum Bamenohl mit Peter Melchers verbunden, und der Bürgerbusverein „wäre ohne Peter Melchers sicher so manches Mal aufgeschmissen“, außerdem war er jahrelang Vorsitzender des Schäferhundevereins.

21 Frauen bilden aktuell den Häuslichen Hospizdienst, die meisten davon im Ehrenamt. „Unser Schwerpunkt ist das Leben!“, diesen Satz der (hauptamtlichen) Camino-Leiterin Gertrud Dobbener stellte Dietmar Heß der Ehrung voran. Seit 1996 gibt es den „häuslichen Hospizdienst“ der Caritas, seit 2008 unter dem Namen „Camino“. Seither haben „unzählige Menschen unserer Gemeinde seine Hilfe in Anspruch genommen“. Und weiter: „Heute stehen mit den Sterbebegleiterinnen beeindruckende Menschen vor uns, die sich ehrenamtlich beim Camino-Hospizdienst engagieren. Für die Menschen. Sie sind einfach da.“ Ihnen gebühre „unser größter Respekt und unsere Anerkennung“.

Respekt und Anerkennung zollte auch WDR-Fernsehmoderatorin Michaela Padberg den Geehrten und allen „Ehrenamtlern“ in der Halle in ihrer Festansprache. Zugleich nannte sie ein „Ehrenamt“ auch „ein Geschenk, das man selbst erhält“, indem man sich für andere einsetze.

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