183 Einsätze - Regelbetrieb annähernd bei Null - 316 Aktive in elf Einheiten

Einsatzbereitschaft der Finnentroper Feuerwehr jederzeit gewährleistet

Finnentrop Rathaus Feuerwehr Rückblick 2020
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Die Leiter der Finnentroper Feuerwehr (v.l.), Thomas Klein, Werner Geueke und Andreas Sieler, blickte in einem Pressegespräch im Rathaus auf das Jahr 2020 zurück.

Thomas Klein, Gemeindebrandinspektor und damit „Chef“ der Finnentroper Feuerwehr, versuchte sich in Galgenhumor: „Für die Feuerwehr war 2020 mit Corona ein Volltreffer, was den Regelbetrieb angeht.“

Finnentrop - Denn letzteren gab es nicht, um die Bilanz der Gemeindefeuerwehr vorweg zu nehmen. An Kleins Seite bei einer Bilanzkonferenz im Rathaus, die anstelle der üblichen Jahresdienstbesprechung abgehalten wurde, seine Stellvertreter Werner Geueke und Andreas Sieler: „Außergewöhnliche Zeiten erfordern halt außergewöhnliche Maßnahmen“, so der Heggener. „Umso erfreulicher, dass trotz aller Einschränkungen alle 183 Einsätze im Jahr 2020 erfolgreich abgearbeitet wurden und die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr immer sicher gestellt war“, dankte Klein allen Feuerwehrleuten in der Gemeinde. 2020 sei ein Einsatz-Rekordjahr geworden, „wenn wir die rund 50 Einsätze bei öffentlichen Veranstaltungen hinzu zählen“. 52 Brände, 98 „Technische Hilfeleistungen“, 5 sonstige Einsätze und 28 Fehlalarmierungen, darunter 7 „blinde Alarme“ verzeichnet die Statistik.

Die Zahl der Aktiven beträgt 316 mit einem Altersdurchschnitt von 39 Jahren, plus 12 Aktive gegenüber 2019, 54 sind in der Jugendfeuerwehr, 118 Kameraden in der Ehrenabteilung. „In der Ehrenabteilung sind es sechs weniger als 2019, das liegt aber daran, dass man bis zum Alter von 67 Aktiver bleiben kann. Drei Musikzüge gibt es in der Gemeinde, in ihnen sind 179 Feuerwehrleute aktiv.

Das größte Problem war laut Thomas Klein im vergangenen Jahr, „die Motivation hochzuhalten“. Dies galt vor allem im Nachwuchsbereich. „Haltet durch. Ihr gehört dazu“, appellierte Klein an die jungen Leute. Laut Statistik ist auch nur ein Nachwuchsfeuerwehrmann abgesprungen.

Da kaum Lehrgänge stattfinden konnten, hielt Werner Geueke, zuständig für die Ausbildung, „den bisher kürzesten Jahresrückblick“. Für 2021 stehe der „Ausbau der digitalen Aus- und Fortbildung“ auf der Agenda.

Im Haushaltsplan 2020 standen für laufende Unterhaltskosten 617.000 Euro zur Verfügung, 773.000 Euro für Investitionen, darunter auch der Kauf eines HLF (Hilfsleistungs-Löschfahrzeug) und eines ELF (Einsatzleitfahrzeugs).

Bürgermeister Achim Henkel dankte den Feuerwehren für ihren ehrenamtlichen Einsatz und sicherte die volle Unterstützung von Rat und Verwaltung zu.

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