Engagement zahlt sich aus

Fünf Projekte mit „Umweltpreis 2018“ ausgezeichnet

+
„Ein breites Spektrum von Projekten wurde mit Anerkennungen abgedeckt“, befand Bürgermeister Dietmar Heß.

Finnentrop. Fleiß und Engagement zahlen sich aus – deswegen lud Bürgermeister Dietmar Heß gemeinsam mit der RWE Deutschland AG zum insgesamt 16. mal ins Rathaus ein und übergab den „Umweltschutzpreis 2018“ an fünf verschiedene Initiativen.

Eine Komission, bestehend aus Bürgermeister Heß selbst, Ralf Paul Beckmann als Vorsitzender des Umwelt-, Bau und Planungsausschusses, Ulrich Hilleke als Fachbereichsleiter Planen, Bauen und Wohnen, Brigitte Kümhof als Fachkraft für Umweltschutz sowie Johannes Paus als Vertreter der Gelsenwasser AG, die seit 2017 das Preisgeld von insgesamt 1000 Euro zur Verfügung stellt, bewertete die eingereichten Projekte. 

„Der Umweltschutzpreis wird für Leistungen verliehen, die in besonderem Maße zur Einsparung von Energie und zur Erhaltung natürlicher oder zur Verbesserung ungünstiger Umweltbedingungen in der Gemeinde Finnentrop beitragen“, erklärte Heß und stellte, nachdem Johannes Paus seine Begeisterung für die „tollen Vorschläge“ erläutert hatte, das erste Projekt vor: 

kjk-Haus befasst sich mit Thema "Heimat"

„(M)ein Stück Heimat“ des kinder-, jugend- & kulturhauses der St. Nepomuk Kirchengemeinde Finnentrop setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen, die alle mit dem Thema „Heimat“ in Verbindung gebracht werden können. So wurde unter anderem ein kleines Fachwerkhaus aus Lehmsteinen gebaut, ein Barfußpfad mit Materialien aus dem Wald geschaffen und der „Bienenpapa“ Hubert Wicker besucht. 

Der Imker aus Hülschotten erhielt für sein Projekt „Insektenfreundlicher Garten“ ebenfalls die Auszeichnung. Dietmar Heß: „Hubert Wicker ist schon mehrfach Preisträger gewesen. Er lässt sich immer wieder etwas Neues einfallen.“ Dieses Mal wurde er für eine Dokumentation über seinen privaten Garten im Jahresverlauf geehrt. „Damit zeigt er, dass man das ganze Jahr über im eigenen Hausgarten etwas für Natur und Umwelt tun kann.“ So blühten über das Jahr verteilt Schneeglöckchen und Krokusse, Frühlingsblumen und Löwenzahn, Rhododendren, Margeriten und Mohn, Herbststauden, Stachelbeeren und Sonnenblumen. Des Weiteren schuf er Insektenhotels und Holzhaufen für Wildbienen, Blindschleichen und anderes Getier sowie selbstgebaute Nistkästen für Vögel und Fledermäuse. „Hubert Wicker setzt sich in herausragender Weise für Natur- und Umweltschutz ein – nicht nur in seinem Garten, sondern überall, wo es sich anbietet“, resümierte Heß. 

Neben Wicker widmet sich auch der Imkerverein Frettertal dem Einsatz für Bienen und eine blühende Landschaft. So seien Bienen äußerst wichtige Nutztiere, da über 75 Prozent aller Nutz- und Kulturpflanzen in Europa auf die Bestäuben durch die Bienen angewiesen sind. „Ein Bienensterben könnte eine Lebensmittelkrise auslösen“, so Heß zu den Vereinsvertretern, „um die wichtige, beziehungsweise sogar lebenswichtige Arbeit zu honorieren, erhalten auch Sie den Umweltschutzpreis 2018.“ 

Die vierte Anerkennung erhielt die Dorfgemeinschaft Illeschlade „für die langjährige Pflege der Obstbaumreihe zwischen Heggen und Illeschlade.“ Neben der ökologischen Aufwertung, wie eine Erhöhung der Artenvielfalt, ginge es vor allem um die Bereicherung des Landschaftsbildes. 

WanderteenzZ-Idee greift um sich

Für die auf Natur und Umwelt ausgerichtete Jugendarbeit im SGV Bamenohl bekamen Martin und Sylvia Jost aus Finnentrop den letzten Award. In ihrer Gruppe „WanderteenzZ“ sensibilisieren sie Kinder und Jugendliche mit Unternehmungen in Wald und Flur für "Natur Umwelt". So werden regelmäßig Abfallsammlungen durchgeführt oder an der Wiederbelebung eines Waldlehrpfades gearbeitet. Weiterführend greift die WanderteenzZ-Idee um sich, sodass es inzwischen schon die BiggekidzZ in Attendron und ähnliche Gruppen in anderen Orten gibt. 

Bürgermeister Heß befand, dass mit den fünf ausgewählten Initiativen „ein breites Spektrum mit Anerkennungen abgedeckt wurde“. Neben der Urkunde erhielten die verschiedenen Projekte jeweils eine Spende über 200 Euro. Anschließend ließ man den Nachmittag bei Kaffee, Kuchen und Stutenkerlen gemütlich im Finnentroper Rathaus ausklingen.

Umweltschutzpreisträger 2018 in Finnentrop

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare