Politiker mahnt zu besonderer Sachlichkeit

„Erntefeld“ Windkraft

Ratsmitglied und CDU-Ortsunionsvorsitzender Werner Hüttemann: „Wir müssen gelassen bleiben.“ Foto: Friedhelm Tomba

Aufbruchstimmung in Finnentrop: Die Beseitigung des Bahnübergangs nimmt konkrete Formen an; 2014 soll die lang ersehnte Brücke über die Lenne endlich fertig sein. Die Jahreszahl sorgt jedoch auch für weitere Aktivitäten.

Was im theoretischen Bereich schon zahlreiche Aktenordner füllt, soll dann weithin sichtbare Praxis werden: Durch Rotorblätter angetrieben, werden in heimischer Natur völlig neue „Erntefelder“ entstehen.

Von Friedhelm Tomba

Windkraftanlage statt Kornfeld: Der Traum vom lukrativen Produktionswechsel hat vor allem das Frettertal fest im Griff. „Ja, 2014 sollte es soweit sein. Die Gemeinde Finnentrop wird drei Vorrangflächen für Windkraftanlagen ausweisen. Dort können jeweils vier bis maximal acht Windkrafträder aufgebaut werden.“ Werner Hüttemann ist Mitglied des Gemeinderates und spricht Klartext. Der CDU-Ortsunionsvorsitzende von Serkenrode/Schliprüthen berichtet, dass sich eine ausgewiesene Zone „in der Nähe von Serkenrode“ befindet.

Seitdem in NRW die Aufholjagd in Sachen Windenergie begonnen hat, geistern immer wieder neue Standorte und die dadurch entstehenden neuen, bis dahin nicht geahnte Einnahmequellen, durch das Frettertal. Werner Hüttemann möchte jeglicher polemischer Diskussion den Wind aus den Segeln nehmen. „Wir müssen ruhig und gelassen bleiben. Gemeinde, Politik, Grundstücksbesitzer und Bürger werden eine gemeinsame Linie zum Wohl der Allgemeinheit finden.“ Bereits am 27. Dezember legte der Gemeinderat die Marschrichtung fest: „Angestrebt wird der Ausbau der Windenergie allein durch die Errichtung von Bürgerwindparks, wobei die Organisationsform noch offen ist.“ Werner Hüttemann rät zur Besonnenheit: „In drei Monaten werden die Entscheidungen bekannt sein, wir werden damit sachlich umgehen.“ Informationsveranstaltungen sollen die Bürger nahe am Geschehen halten.

Interesse an Aufklärung groß

Ende Januar war Bürgermeister Dietmar Heß zu Gast beim politischen Frühschoppen der CDU-Ortsunion, über 70 Besucher zeugten vom Interesse politischer Aufklärungsarbeit. „Bürgermeister Heß hat die aktuelle Vorgehensweise erläutert. Für uns im Frettertal sind zwei Punkte von großer Bedeutung: Wertschöpfung und Bürgerbeteiligung.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare