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Wohnhaus in Flammen: Brand richtet hohen Schaden an - Ursache steht fest

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Von: Markus Klümper

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Ein brennender Schuppen in Finnentrop sorgte für einen Großeinsatz der Feuerwehr. Ein benachbartes Wohnhaus fing nämlich ebenfalls Feuer.
Großeinsatz der Feuerwehr im Kreis Olpe: Ein Wohnhaus in Finnentrop stand in Flammen. © Markus Klümper

Die Feuerwehr rückte zu einem großen Brand im Kreis Olpe aus: Von einem Schuppen griff das Feuer auf ein Wohnhaus über. Jetzt steht die Ursache fest.

Update vom 4. Oktober, 17.07 Uhr: Die Polizei hat sich am Montag zu dem Brand in einem Wohnhaus in Finnentrop-Fehrenbracht am Freitag geäußert. Demnach ist klar, was das Feuer ausgelöst hat: „Der Brandermittler der Kripo stellte einen fahrlässigen Umgang mit einem Gasbrenner als Ursache fest. Ein vorsätzliches Handeln kann ausgeschlossen werden“, teilte die Polizei mit.

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Einwohner133.362

Den Schaden, der bei dem Brand in Finnentrop-Fehrenbracht entstanden ist, schätzen die Ermittler auf einen Betrag im sechsstelligen Bereich. Teile des Gebäudes seien bis auf Weiteres nicht bewohnbar. Ein Feuerwehrmann sei bei den Löscharbeiten leicht verletzt worden.

Brand in Finnentrop: Feuer ging auf Wohnhaus über

[Erstmeldung] Finnentrop - Der Brand eines Wohnhauses in Finnentrop-Fehrenbracht lösten eine Großeinsatz der Feuerwehr aus. Insgesamt 90 Kräfte der Wehr aus Finnentrop waren rund fünf Stunden lang im Einsatz. Das Feuer eines Schuppens ging auf ein angrenzendes Wohnhaus über. Der ganze Ortsteil lag unter einer dichten Rauchwolke.

Gegen 17.20 Uhr wurde die 112 gewählt, nachdem ein Schuppen in Flammen aufgegangen war und das Feuer in Windeseile auf das angrenzende Wohnhaus übergriff. Als die ersten Einsatzkräfte an der Einsatzstelle eintrafen, schlugen Flammen aus dem Dach. Mit etlichen C-Rohren löschten die Feuerwehrleute von außen, das Anwesen wurde an allen Seiten von Trupps unter schwerem Atemschutz umstellt. Gelöscht wurde mit Wasser aus einem Hydranten, aber auch aus einem nahegelegenen Löschteich: „Dazu mussten wir etwa 250 Meter Schlauchleitung legen“, erklärt Feuerwehr-Pressesprecher Tobias Hilgering.

Verletzt wurde bei dem Brand in Finnentrop wohl niemand. Zwei Personen wurden vom Rettungsdienst auf eine etwaige Rauchgasvergiftung untersucht, doch eine Fahrt ins Krankenhaus blieb ihnen erspart. Für beide Bewohner wurden Ersatzunterkünfte in der Nachbarschaft gefunden. Doch der Sachschaden dürfte im sechsstelligen Bereich liegen: „Bewohnbar ist das Haus bis auf Weiteres nicht“, so Hilgering. Am Dachgeschoss ist der Schaden von außen erkennbar, das Erdgeschoss wurde durch Rauchgase und große Mengen Löschwasser schwer in Mitleidenschaft gezogen.

Feuer in Finnentrop: 90 Kräfte der Feuerwehr im Einsatz

Während die offenen Flammen schnell gelöscht waren, hatte die Feuerwehr noch lange mit Glutnestern unter der Dachhaut zu kämpfen. Die Gefahr, dass es zu einem Wiederaufflammen kommt, ist nicht völlig ausgeschlossen, deshalb stellen die Löschgruppen Schliprüthen und Serkenrode die ganze Nacht hindurch eine Brandwache. „Einsatzende“ hieß es dagegen für die Löschgruppen Fretter, Lenhausen, Ostentrop und Schönholthausen.

Auch die Drehleiter aus Bamenohl und der Einsatzleitwagen der Einheit Finnentrop heimkehren, ebenso der Abrollcontainer „Atemschutz“, der in Attendorn stationiert ist. Die Heggener Wehr hat während des mit „Feuer 3“ alarmierten Einsatzes den Grundschutz sichergestellt. Brandermittler müssen nun herausfinden, wodurch das verheerende Feuer ausgelöst worden ist.

In Neuenkirchen stand ein Windrad in Feuer. Die Rotornabe hat gebrannt. Das Feuer brach nur wenige Tage aus, nachdem ein fast 240 Meter hohes Windrad in in Haltern am See eingestürzt ist. Es brach komplett ab. Die Ursache war zunächst vollkommen unklar.

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