85 Kräfte im Einsatz

Brand in Schweinestall: Rund 100 Tiere sind tot oder müssen getötet werden

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[Update 9.30 Uhr] Hollenbock. Ein Feuer auf einem landwirtschaftlichen Hof in Finnentrop-Hollenbock hat am späten Montagabend erheblichen Sachschaden angerichtet. Der Brand war in einem Nebenraum eines Schweinestalls ausgebrochen. Mittlerweile gibt es eine erste traurige Bilanz:  Rund 100 Schweine sind tot oder müssen gekeult werden.

Der Feuerwehr gelang es schnell, die Flammen zu löschen. Die 85 Einsatzkräfte der Löschgruppen Ennest, Heggen, Finnentrop und Bamenohl konnten aber nicht mehr verhindern, dass Teile des Hallendachs einstürzten. Rund 100 der 300 dort untergebrachten Schweine sind nach Angaben von Polizeisprecher Michael Klein betroffen.

Eine weitere Herausforderung war die Unterbringung der überlebenden Tiere. In der klirrenden Kälte können sie nicht bleiben. Eine Situation, mit der die Verantwortlichen bislang noch nie konfrontiert worden sind: „Einen brennenden Schweinestall hab ich noch nicht erlebt“. 

Alarmiert wurde die Feuerwehr kurz vor 23 Uhr. Bei ihrem Eintreffen schlugen die Flammen aus einem Tor des Stalles. Besondere Herausforderung war eine Propangasflasche, die gekühlt werden musste. Dennoch war das Feuer selbst Routine. Bereits 20 Minuten nach Mitternacht konnten alle Löschgruppen außer der Heggener Wehr den Heimweg antreten. 

Laut Michael Klein war nach ersten Erkenntnissen ein aufgestellter Gasheizstrahler die Brandursache: „Der sollte eigentlich die Wasserleitungen aufwärmen, hat aber offenbar auch die Bausubstanz so stark erhitzt, dass Flammen ausgebrochen sind.“ Die Ermittlungen dauern jedoch noch an. Der Gesamtschaden liegt im sechsstelligen Bereich.

Ungewöhnlich: Eine halbe Stunde nach der Alarmierung in den Hollenbock wurde die Feuerwehr zu einem Industriebrand im benachbarten Industriegebiet Askay 5 in Ennest gerufen. Doch es gab schnell Entwarnung: „Der Rauch ist vom Schweinestall dort hoch gezogen, sodass die Rauchmelder in der Firma ausgelöst haben. Scheinen gute Rauchmelder zu sein“, so Michael Klein.

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