Motorsportfan Martin Feldmann aus Bamenohl im ehemaligen Tom Pryce Wagen 

Historischer PS-Bolide sorgt für Aufsehen

Martin Feldmann und sein roter PS-Bolide: Karl und Dave Jones, die heute bei McLaren und Jaguar arbeiten, erkannten das „Dienstfahrzeug“ ihres verstorbenen Freundes Tom Pryce sofort wieder.

Bamenohl - Tom Pryce war ein Rennfahrer mit Leib und Seele. 1975 stieg der Mann aus Wales in die Formel 1 auf und wurde schnell als kommender Weltmeister gehandelt. Sein Bolide steht jetzt in Bamenohl.

Mit Nikki Lauda und James Hunt lieferte er sich packende Duelle, bevor er mit nur 27 Jahren bei einem schrecklichen Unfall in Südafrika ums Leben kam. In seinem Heimatland Wales gilt Pryce als Volksheld. Wenn der britische Automobilclub zu Ehren des Champions ein Gedächtnisrennen veranstaltet, ist auch Martin Feldmann aus Bamenohl mit dabei. Kein Wunder, denn in der Garage des Motorsportfans steht der originale Formel-1-Rennwagen des legendären Helden von der Insel.

Martin Feldmann (69) hat ein großes Hobby, das ihn seit seiner Kindheit begleitet: Motorsport. In den Formeln Super V und Formel 3 stand er als aktiver Fahrer mit in den Startaufstellungen teilweise gemeinsam mit Tom Pryce.

Das historische Fahrzeug weckte das Interesse.

Vor vier Jahren und nach langwierigen Recherchen entdeckte Martin Feldmann den alten PS-Boliden seines ehemaligen Fahrerkollegen. Der rote Flitzer mit dem Lotus-Motor war nur ein Schatten seiner selbst. „Er war total ramponiert, aber ich wusste, dass ich ihn wieder in den Neuzustand kriegen würde.“ Tatsächlich – nach einigen Jahren und viele „Schraubstunden“ später hielt Martin Feldmann schließlich die nötige FIA-Zertifizierung in seinen Händen, um im Wagen der Formel-1-Legende Rennen fahren zu können.

Als nun die Einladung aus Wales ins Haus flatterte, packte der Sauerländer die „Rakete“ auf seinen Transporter und steuerte Richtung Großbritannien. 

Interview mit dem Fernsehsender BBC 

„Nach einer Anreise von 26 Stunden traf ich im Fahrerlager auf der Rennstrecke Anglesey Circuit in Nordwales ein. Ich musste dem Fernsehsender BBC sofort ein Interview geben.“ Als dieser Bericht am Abend gesendet wurde, ging der Hype um das Fahrzeug erst richtig los. 

Zeitungs- und TV-Reporter berichteten von dem Mann aus Deutschland, der mit dem historischen Fahrzeug von Tom Pryce „im neuwertigen Originalzustand“ unterwegs war. „Man muss wissen, dass es in Wales Denkmäler von Tom Pryce gibt und mehrere Straßen nach ihm benannt sind.“ Mit vielen Eindrücken kehrte Feldmann mit dem legendären Formelwagen nach Deutschland zurück.

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